Die Treibhäuser müssen weichen

Burgdorf

Am Finkhubelweg in Burgdorf, am Standort der früheren Gärtnerei Heubach, sind vier Mehrfamilienhäuser geplant. Ulrich Heubach verkaufte das 7600 Quadratmeter grosse Gelände Ende letzten Jahres an die Raiffeisen Pensionskasse Genossenschaft St.Gallen.

Wohnraum statt Gartenbeete: An der Ecke Finkhubelweg/Bernstrasse sollen 70 Wohnungen gebaut werden.

(Bild: Marcel Bieri)

Seit 2011 ist sie bereits geschlossen: die Gärtnerei Heubach, die in unmittelbarer Nähe zum Burgdorfer Friedhof liegt. Sie prägte das Stadtbild seit 1894. Es war der Ururgrossvater des letzten Besitzers Ulrich Heubach, welcher den Familienbetrieb damals geführt hatte. Von Generation zu Generation wurde das Geschäft weitergereicht. Ulrich Heubach, der den Betrieb 1987 von seinem Vater übernahm, gab diesen aus wirtschaftlichen Gründen vor vier Jahren auf.

Der Gärtnermeister führte daneben insgesamt noch sechs Blumenläden im Kanton Bern. Den Laden an der Burgdorfer Bahnhofstrasse schloss er Ende Februar 2011. Das Umfeld sei heute schwierig geworden, die Grossverteiler verkauften ihre Ware zum Teil unter dem Ankaufspreis, welchen die Gärtner in den Blumenbörsen zu bezahlen hätten, bedauert Heubach. Seit letzten Juli ist er pensioniert.

Davor hat er noch die Wirteprüfung gemacht und führte dreieinhalb Jahre lang das Restaurant Metzgern in der Burgdorfer Oberstadt. Eine «unschöne Situation» mit dem Besitzer habe ihn, wie seine Vorgängerin auch, zur Aufgabe der Pacht gezwungen. Nun hofft Heubach auf weitere spannende, berufliche Herausforderungen im nächsten Jahr. Denn das Nichtstun liege ihm nicht.

70 neue Wohnungen

Das grosse 7600 Quadratmeter grosse ehemalige Gärtnereigelände ist inzwischen von altem Baumbestand gerodet. Bleibt noch, so Ulrich Heubach, das Entrümpeln und das Entsorgen von jahrelang Angesammeltem. Gemäss derzeit laufender Baupublikation entstehen am Finkhubelweg nach dem Rückbau aller Gebäude vier Mehrfamilienhäuser. Der Projektverfasser ist die Ar3 Architekten AG aus Bern. Beat Mäusli von der Bauherrschaft, der Raiffeisen Pensionskasse Genossenschaft St.Gallen, ist voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit der Stadt Burgdorf. Das Baugesuch stütze sich auf die bewilligte Überbauungsordnung. In den vier dreigeschossigen Gebäuden ist der Einbau von 70 grosszügigen Zweieinhalb-, Dreieinhalb- und Viereinhalbzimmerwohnungen geplant.

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