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Die SVP will mit weniger mehr erreichen

Bescheiden sind sie nicht, die Erwartungen, welche die SVP an den Wahlausgang in Langnau stellt: Sie will das Gemeindepräsidium und hofft, im neunköpfigen Gemeinderat einen vierten Sitz dazuzugewinnen.

Susanne Graf
Die SVP Langnau rechnet fest damit, dass Walter Sutter (Bild) die Wahl zum Gemeindepräsidenten schaffen wird.
Die SVP Langnau rechnet fest damit, dass Walter Sutter (Bild) die Wahl zum Gemeindepräsidenten schaffen wird.
Thomas Peter

24 Jahre führte in Langnau mit Bernhard Antener ein SP-Politiker das Zepter. Jetzt, da er nicht mehr zu den Wahlen antritt, findet die SVP, es sei höchste Zeit, dass das Amt wieder in ihre Hände übergehe.

Die Partei gehe zwar davon aus, dass ihr Kandidat Walter Sutter nicht gleich im ersten Wahlgang gewählt werde, wie Sprecher Beni Hofer einräumt. Aber dass er die Wahl letztlich schaffen wird, damit rechnet die SVP fest.

Zudem will sie im Gemeinderat, in dem sie aktuell drei der neun Sitze innehat, einen vierten dazugewinnen. «Wenn uns das nicht gelingt, wären wir enttäuscht», sagt Hofer.

Dass dies nicht passiert, dafür wollen die 3 Bisherigen Walter Sutter, Bernhard Gerber und Jürg Gerber sorgen, zudem kämpfen Beat Gerber und Monika Kühni, beide Mitglieder des Grossen Gemeinderates (GGR), um den Einzug in die Exekutive.

Die Wähler nicht verunsichern

Im Parlament ist die SVP aktuell mit 12 von 40 Personen vertreten. «Wenn wir diese Sitze behalten können, sind wir zufrieden», sagt Hofer. Zufrieden wären wohl auch die 12 Bisherigen, die allesamt erneut zu den Wahlen antreten.

Lediglich 8 neue Namen figurieren auf der GGR-Liste der SVP. Sie tritt mit 20 Personen zu den Parlamentswahlen an. Denn anders als in früheren Urnengängen hat sie beschlossen, diesmal nur eine Liste einzureichen. In der Vergangenheit hatten die Stimmberechtigten jeweils die Wahl zwischen einer SVP-Liste für die Aussenbezirke und einer für das Dorf. Doch das habe einige verunsichert, sagt ­Beni Hofer.

Immer wieder sei es vorgekommen, dass Wähler, die der SVP zum Sieg verhelfen wollten, beide Listen eingeworfen hätten. «Damit waren alle Stimmen ungültig», so Hofer. Mit nur einer Liste, auf der sämtliche 20 Namen kumuliert aufgeführt sind, kann dies nicht mehr passieren.

Zudem sei die Parteispitze so auch nicht gezwungen gewesen, Kandidierende mit wenig Wahlchancen als Listenfüller zu suchen, nennt der SVP-Sprecher einen weiteren Vorteil. «Überhaupt setzen sich die Kandidaten heute ja für die ganze Gemeinde ein», fügt er hinzu.

«Es ist nicht mehr so, wie es dem einen oder anderen früher etwa vorgeworfen wurde, dass sie sich entweder nur für einen Aussenbezirk oder nur für das Dorf engagieren würden.»

SVP gibt sich konziliant

Für die bevorstehenden Wahlen ist die SVP keine Listenverbindung eingegangen.

Blickt Beni Hofer auf die vergangenen 4 Jahre zurück, fällt es ihm schwer, aus den «unzähligen interessanten und anspruchsvollen» Geschäften eines herauszupicken, das sich die SVP explizit als ihre Errungenschaft auf die Fahne schreiben könnte. «Uns ist es wichtig, mit den Vertretern der anderen Parteien zu reden und gemeinsam Lösungen zu finden», sagt er.

Die Kandidierenden der SVP:

Gemeindepräsidium: Walter Sutter.

Gemeinderat: Jürg Gerber, Bernhard Gerber, Walter Sutter (alle bisher), Monika Kühni, Beat Gerber.

Grosser Gemeinderat: Niklaus Blaser, Martin Friedli, Beat Gerber, Stefan Hilfbrunner, Samuel Hofer, Markus Hofer, Monika Kühni, Christoph Leuenberger, Bruno Rentsch, Peter Schenk, Urs Stucki, Roland Zaugg (alle bisher), Peter Erhard, Thomas Gerber, Adrian Gerber (parteilos), Tobias Hauri, Daniela Pfister (parteilos), Michael Ramseier, Markus Stegmann, Anina Sutter.

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