Die OGA hat auf die Kritik reagiert

Langnau

Die nächste Oberemmentalische Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung in Langnau wartet mit einem neuen Gas­trokonzept auf, einem konsequenteren Rundgang – und auch wieder mit Milchkühen.

Neben Mutterkühen wie den Schottischen Hochlandrindern hatte es vor drei Jahren an der OGA keinen Platz für Milchkühe. Das gab zu reden.

(Bild: Thomas Peter)

Res Thomi freut sich: Anders als vor drei Jahren können die ­Viehzüchter an der diesjährigen Oberemmentalischen Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung (OGA) wieder Milchkühe präsentieren. Sie würden voraussichtlich 12 Kühe zeigen, sagt der Präsident der Tierzüchtervereinigung Region Signau. «Zusätzlich wird ein Stier ausgestellt.» Wenn die Zahl auch deutlich geringer ist als früher und die kommentierten Vorführungen, die einst fest auf dem Programm der OGA gestanden hatten, aus Platzgründen nicht mehr durchgeführt werden, tönt Thomi dennoch zufrieden. «Unser Ziel ist es, den Kontakt zu den Konsumenten herzustellen.»

Vor drei Jahren gehörte der Platz ausschliesslich den Mutterkühen, was unter den Viehzüchtern heftig kritisiert wurde. Nun hat die OGA-Geschäftsleitung im Landwirtschafsbereich Anpassungen vorgenommen. Milchkühe erhalten neben den Mutterkühen ebenso Platz wie eine Sau mit Ferkeln oder Pferde mit ihren Fohlen.

Es ist aber nicht die einzige Korrektur, zu der sich die Verantwortlichen aufgrund der Reaktionen nach der letzten Ausstellung vor drei Jahren entschlossen haben. Das Gastro- und Eventkonzept sei rundum erneuert worden, sagte die für dieses Ressort zuständige Annette Gebhard am Montag vor den Medien.

Im Tigersaal wird nur noch bei Grossanlässen wie der Eröffnung oder den Seniorennachmittagen gewirtet. Ansonsten können sich die erwarteten 80'000 Besucherinnen und Besucher während der neun Tage an fünf auf dem Gelände verteilten Gastrobetrieben verpflegen. Die musikalischen Events werden auf dem Dorfplatz – dem überdachten Bereich zwischen Kühni-Treff und Ilfishalle – stattfinden.

Auch die Besucherführung war letztes Mal kritisiert worden. Nun könne es laut dem für die In­fra­struktur Verantwortlichen Ro­land Zaugg nicht mehr passieren, dass Aussteller übersehen würden. Alle Besucher würden konsequent durch die ganze Ausstellung geführt, sagte er.

Mehr Geld für Sicherheit

In zwei Monaten wird die nächste OGA eröffnet. Sie wird vom 10. bis 18. Juni dauern. Präsident Ueli C. Gerber freute sich am Montag, mitteilen zu können, dass die ganze Ausstellung ausverkauft sei. Nur im Zelt der Sonderschau seien noch nicht restlos alle Ausstellungsmodule ausgebucht. Die Sonderschau steht unter dem ­Titel «Emmental Vielfalt».

Dort stellt die OGA Normelemente zur Verfügung, die auch nur an einzelnen Tagen gemietet werden können und somit kleinen Institutionen die Möglichkeit geben teilzunehmen. Im grossen Stil auffahren wird hingegen die Montreux-Berner-Oberland-Bahn (Golden Pass). Sie wird als Gastregion die Kupferschmiede belegen und gar einen Salonwagen davor platzieren.

Mehr Geld als auch schon – laut Gerber «eine kleine vierstellige Summe» – stecken die Organi­satoren in die Sicherheit. An ­neuralgischen Punkten würden ­vorsorglich Sicherheitswächter patrouillieren, kündete der Präsident an.

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