Hasle

Die neue Landi feiert die Taufe

HasleAm Hauptsitz der neuen Landi Region Aemme fand deren Generalversammlung statt. Da die Genossenschafter bereits früher der Fusion zugestimmt hatten, ging es noch um die Bestätigung des Namens und die Wahl des Verwaltungsrats.

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«Herzlich willkommen zur konstituierenden Generalversammlung», sagte Hansueli Grossen­bacher. So, jetzt habe er es einmal ausgesprochen. Und weil er kein Freund von Fremdwörtern sei, rede er ab jetzt von einer Taufe. Denn eine Taufe sei auch eine ­feierliche Namengebung. Und um diese ging es am Samstagmorgen.

Die 84 Anwesenden sagten einstimmig Ja. Und somit heisst die neue Landi nun offiziell Landi Region Aemme Genossenschaft. Diese resultiert aus der Fusion der Landis Hasle-Oberburg, Wasen-Sumiswald und der Landi Aemme. Die Letztgenannte entstand bereits 2010 aus dem Zusammenschluss von Lützelflüh und Rüegsbach.

Veränderungen angesagt

Die Generalversammlung, die in Hasle am Hauptsitz der neuen Organisation stattfand, ging schnell über die Bühne. Zumal die Genossenschafter der jeweiligen Landis bereits im letzten Mai mit grosser Mehrheit der Fusion zugestimmt hatten. So ging es nebst der Namensgebung noch um die Wahl der zwölf Verwaltungsratsmitglieder. Diese sassen bis anhin bereits in einer der drei Organisationen. So auch der frisch gewählte Präsident Hansueli Grossenbacher. Er amtete an der Spitze der Landi Hasle-Oberburg.

Die neue Organisation verfügt über fünf Standorte. Ausser dass die Angestellten von Hasle sich ab heute Montag am Telefon mit Landi Region Aemme statt Hasle-Oberburg melden werden, «gibt es hier trotz Fusion kaum Änderungen», sagte Geschäftsführer Daniel Wüthrich. Das Gleiche gelte für Wasen und Grünen. In Grünen ist zusätzlich der Bau eines Tankstellenshops geplant. Zu stehen kommen soll dieser von Richtung Grünenmatt her am Dorfeingang vor der Sommer AG.

Abbau von Dienstleistungen

In Rüegsbach, dem vierten Standort, bleibt zwar das Mischfutterwerk erhalten, «auch Agrarprodukte gibt es weiterhin zu kaufen, der Detailhandel hingegen wird eingestellt», erklärte Wüthrich. Und ganz geschlossen wird im Verlauf des nächsten Jahres der fünfte Standort, Lützelflüh.

Wüthrich räumt ein, dass es nach Bekanntgabe Reaktionen aus der Bevölkerung gegeben habe. «Was ich auch verstehen kann.» Er begründet den Schritt einerseits mit dem stetig sinkenden Umsatz. Andererseits befinde sich die Landi in einer alten Liegenschaft verteilt über mehrere Etagen. «Um das Geschäft effizient betreiben zu können, wäre ein neues Gebäude mit neuen Strukturen notwendig.» Er betont, dass die betroffenen drei Angestellten weiterbeschäftigt werden.

Was mit dem Haus, deren Besitzerin ebenfalls die Landi ist, nach der Schliessung passiere, sei noch offen. Der Lützelflüher Gemeindepräsident Andreas Meister (SVP) bedauert die Schliessung. «Es bedeutet den Abbau von Dienstleistungen.» Jedoch könne er die wirtschaftlichen Gründe nachvollziehen, sagt er auf Anfrage.

Christian Ochsenbein von der ­Fenaco erklärte an der Versammlung, dass in diesem Jahr im Kanton Bern bereits zehn Landis fusioniert hätten. Er lobte die Vorarbeiten der Verantwortlichen. Dass der Zusammenschluss von den Genossenschaftern so eindeutig angenommen wurde, zeige das Vertrauen in die Führung. (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.06.2017, 22:07 Uhr

Kein Stellenabbau

Die neue Landi Region Aemme Genossenschaft mit Hauptsitz in Hasle beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und hat über 400 Genossenschafter. Geschäftsführer Daniel Wüthrich betont, dass es trotz Fusion keine Entlassungen geben werde. Der Umsatz der drei Landis zählte 2016 26, 3 Millionen Franken.

Die Geschichte

Den Stein ins Rollen brachten vor zwei Jahren die Geschäftsführer der drei Landis Hasle-Oberburg, Wasen-Sumiswald und Landi Aemme. An einem Treffen sprachen sie erstmals über eine mögliche Zusammenarbeit. In einem zweiten Schritt trugen sie ihr Anliegen an die jeweiligen Verwaltungen heran. An der Generalversammlung 2016 wurden die Mitglieder über das Vorhaben informiert. Und im Herbst desselben Jahres fanden Orientierungsversammlungen statt. Am 9./10. und am 11. Mai 2017 wurde über die Fusion abgestimmt. An allen drei Orten sagten die Genossenschafter deutlich Ja.

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