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Die Nachbarin will die Reithalle kaufen

Die bisherigen Nutzer der Markt- und der Reithalle haben diese Woche wichtige Beschlüsse gefasst. Und klar ist jetzt auch, dass die Multi-Extrakt AG von ihrem Vorkaufsrecht an der Reithalle Gebrauch macht.

Bald wird das Gesuch für den Stallanbau an der Halle im Hübelischachen in Schüpbach öffentlich aufliegen.
Bald wird das Gesuch für den Stallanbau an der Halle im Hübelischachen in Schüpbach öffentlich aufliegen.
Marcel Bieri

Diese Chance will sich die Multi-Extrakt AG nicht entgehen lassen. Der Betrieb von Rudolf Lüthi produziert an der Sägestrasse neben dem Langnauer Zeughausareal Getreidekaffee. Unmittelbar an ihr Areal grenzt die Parzelle, auf der die Reithalle steht. Und diese wird bald überflüssig. Denn künftig werden die Rösseler in Schüpbach trainieren.

1987 habe die Reithallegesellschaft der Multi-Extrakt vertraglich ein Vorkaufsrecht eingeräumt, sagt Michael Ramseier. Er ist Leiter der Projektgruppe, die organisiert, dass die Rösseler und Viehzüchter in der Nachbargemeinde eine neue Markt- und Reithalle beziehen können. Die Reithalle steht also zum Verkauf.

Mit einem Interessenten wurde ein Kaufvertrag ausgehandelt, den die Mitglieder der Gesellschaft denn auch genehmigt haben. Aber dann machte die Multi-Extrakt AG von ihrem Recht Gebrauch: «Wir sind auf das Vorkaufsrecht eingetreten, und das wurde von der Reithallegesellschaft so akzeptiert», sagt Rudolf Lüthi. Ramseier bestätigt das.

Neu organisiert

Diese Woche wurden weitere historische Entscheide gefällt. Die Umwandlung vom Verband Markthalle Oberes Emmental in die Genossenschaft Markthalle Hübelischachen Schüpbach wurde vollzogen. Hansueli Lüthi aus Emmenmatt bleibt Präsident, Heinz Häusler aus Sumiswald sein Vize. Die Viehvermarktung werde von den gleichen Leuten im gleichen Rahmen organisiert wie bisher, sagt Michael Ramseier. In den nächsten Monaten werden die Tiere ohnehin noch in Langnau aufgeführt.

Auch die Reiterinnen und Reiter haben sich neu organisiert: Die Reithallegesellschaft Langnau als bisherige Besitzerin des Gebäudes an der Ilfis und der Reitverein haben fusioniert. Sie nennen sich weiterhin Oberemmentalischer Reitverein Langnau, auch wenn sie künftig in Schüpbach zu Hause sein werden. Hier ändert sich mit der Langnauerin Beatrice Wüthrich an der Spitze und ihrem Vize Thomas Dietrich aus Zollbrück ebenfalls nichts an der personellen Zusammensetzung des Vorstandes.

Gebiet erweitert

Mit der Umwandlung vom Markthalleverband in eine Genossenschaft können ab sofort Anteilscheine gezeichnet werden. Rund fünfzig verschiedene Vieh-, Pferde-, Schweine- und Kleintierzuchtvereine sowie diverse Gemeinden hätten den bisherigen Verband ausgemacht, sagt Ramseier.

Doch nicht alle diese Mitglieder sind berechtigt, sich an der neuen Organisation zu beteiligen. Das ist nur noch den direktzahlungsberechtigten Landwirten vorbehalten. So will es das kantonale Amt für Landwirtschaft und Natur. Sonst müssten die Initianten mit einer Kürzung der Beiträge rechnen.

Laut Michael Ramseier haben die Delegierten nun beschlossen, die Anteilscheine nicht nur im bisherigen Verbandsgebiet zu verkaufen, sondern in der ganzen Region, in der der Emmentalische Fleckviehzuchtverband tätig ist. Somit können sich alle Landwirte aus dem Gebiet der ehemaligen Ämter Signau, Konolfingen, Burgdorf und Trachselwald an der Gesamtinvestition von 3,435 Millionen Franken beteiligen.

Das nächste Baugesuch

Michael Ramseier ist zuversichtlich, dass die Halle in Schüpbach im kommenden Sommer in Betrieb genommen werden kann. Die Pläne für die Erschliessungsstrasse habe die Gemeinde Signau am Donnerstag beim Amt für Gemeinden und Raumordnung zur Genehmigung eingereicht. Dieses habe einen raschen Entscheid in Aussicht gestellt, so Ramseier.

Weiter rechnet er damit, dass kommende Woche das nächste Baugesuch im Anzeiger publiziert sein wird. Die Pläne sollen zeigen, wie man die bestehende Halle an- und umbauen will, damit im Schüpbacher Hübelischachen auch ein Stall, eine Festwirtschaft und Räume für die Vermarktung entstehen können.

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