Die Kulturhalle ist auf Erfolgskurs

Burgdorf

Die Anfang September eröffnete Kulturhalle Sägegasse zieht das Publikum an.

Die frühere Turnhalle ist jetzt Veranstaltungsort.

Die frühere Turnhalle ist jetzt Veranstaltungsort.

(Bild: Andreas Marbot)

Seit gut zwei Monaten läuft der Betrieb in der Kulturhalle Sägegasse. «Mit 400 Besuchern hatten wir quasi Full House», so Vinzenz Gfeller, Präsident des Trägervereins. Seither habe es fünf eigene Anlässe gegeben. Ferner seien bereits Synergien mit der Markthalle genutzt worden, etwa beim «Guitar Fest».

Die anfänglichen Bedenken seitens der Verantwortlichen der benachbarten Markthalle in Sachen Lärm konnten inzwischen bereinigt werden. Nicht zuletzt, weil die alte Halle auch lärmtechnisch saniert wurde.

Eine einvernehmliche Lösung mit der Markthallenbetreiberin bezüglich Abgrenzung zum Nachbargebäude sei mit einem bepflanzten Gitter und zwei Platanen gelöst worden, so der für die Kulturhalle zuständige Gemeinderat Christoph Grimm. Michael Kropf, der Geschäftsführer der Markthalle, gibt sich allerdings noch etwas zurückhaltend. Falls der aktuelle Sichtschutz nicht genüge, müsste dieser später verstärkt werden, meint er. Dies sei aber ein Punkt, der mit der Stadt zu klären sei.

Auf Vetorecht angewiesen

«Mit der Trägerschaft konnten wir bereits nach den ersten Betriebsmonaten wichtige Punkte bereinigen», so Kropf. Entsprechende Vereinbarungen stünden vor dem Abschluss. Dabei gehe es um besonders sensible Veranstaltungen in der Markthalle. Beispielsweise solche mit Tieren oder feierliche Zeremonien oder Anlässe mit grosser Logistik. «Für solche Fälle sind wir auf ein Vetorecht angewiesen, um die notwendige Planungssicherheit gewährleisten zu können», so Kropf.

Grundsätzlich setze man aber auf den pragmatischen Weg. Und die Gesprächskultur mit der Kulturhalle-Trägerschaft sei sehr gut. Das Bedürfnis für ein solches Lokal sei sowohl seitens der Veranstalter wie auch der jungen Nutzer sehr gross, sagt Gfeller. «Wir haben mehr Veranstaltungsanfragen als freie Samstage.» Allerdings müssten sich noch viele Abläufe einspielen. So bräuchte es pro Anlass bis zu 25 freiwillige Helfer. Das Jahresbudget sei auf 300000 bis 400000 Franken hochgerechnet. Gespeist durch den Ticketverkauf und den Gastrobereich sowie durch Sponsoring.

Mittelfristig setzt der Trägerverein auf achtzig Prozent des Umsatzes durch Anlässe und zwanzig Prozent aus der Vermietung des Lokals. Erfreut über das neue Kulturangebot zeigt sich Christoph Grimm. Die Baukosten von 1,8 Millionen Franken konnten eingehalten werden. «Ohne die zusätzlichen Kosten für das vorerst nicht eingeplante Fumoir wäre die Summe sogar leicht unterschritten worden», sagt Grimm. Für die Miete zahlt die Stadt jährlich 85550 Franken. Der Mietvertrag und die Leistungsvereinbarung laufen vorerst für ein Jahr. Danach gehe die Stadt über die Bücher, so der Gemeinderat. Dies betreffe insbesondere die Anzahl und die Dauer der Anlässe pro Monat

Berner Zeitung

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