Die Gegner wollen das RBS-Depot mit allen Mitteln verhindern

Bätterkinden

Ein Gespräch mit Regierungsrat Neuhaus, ein Brief an die RBS-Direktion, ein Fackelumzug um die Leimgrube beim Bahnhof: Die Interessengruppe wehrt sich mit allen möglichen Mitteln gegen das geplante Bahndepot.

Der RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) will in Bätterkinden beim Bahnhof ein Bahndepot bauen. Das ist umstritten. Geplant ist das Depot beim Bahnhof an der Bubenbergstrasse. Blick von der Leimgrube Richtung Bahnhof.

Der RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) will in Bätterkinden beim Bahnhof ein Bahndepot bauen. Das ist umstritten. Geplant ist das Depot beim Bahnhof an der Bubenbergstrasse. Blick von der Leimgrube Richtung Bahnhof.

(Bild: Thomas Peter)

Sie wollen nichts unversucht lassen, um ein RBS-Depot auf der Leimgrube beim Bahnhof zu verhindern: die Mitglieder der Interessengruppe (IG) «Bätterkinden – für eine gesunde Dorfentwicklung». Mittlerweile sei die Mitgliederzahl auf über 580 an­gewachsen, sagt Jürg Reinhard, Anwohner der Leimgrube und Mitinitiant der IG.

Am Donnerstag­abend trafen sich etwa 50 Mitglieder und Sympathisanten, um mit Fackeln, Laternen und Musik «aufzurütteln», wie es die IG selbst nannte.Seit der Standortbekanntgabe durch den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) Mitte September hat die IG versucht, auf verschiedenen Ebenen aktiv zu werden.

So hat ein Austausch mit dem Bätterkinder Gemeinderat stattgefunden, wie beide Seiten bestätigen. Die Exekutive ist ebenfalls gegen den Bau des Bahndepots auf der Leimgrube.

Weiter habe die IG Kontakte zu Emmentaler Grossräten geknüpft und bei Regierungsrat Christoph Neuhaus vorgesprochen, sagt Reinhard. Es sei wichtig, politisch Einfluss zu nehmen und auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. «Denn letztlich entscheidet die Politik, ob der Standort Leimgrube im kantonalen Richtplan aufgenommen wird oder nicht», so Reinhard. Auch Fachverbände seien angefragt worden. Die Grünen Kanton Bern hätten zudem ihre Unterstützung zugesagt.

Schliesslich schickte die IG der RBS-Direktion einen Brief mit folgendem Hauptanliegen: «Wir verlangen, dass für die definitive Standortbestimmung des künftigen Depots eine paritätisch zusammengesetzte Begleitgruppe einzusetzen ist», heisst es im Schreiben.

Zusammen mit dem RBS sollen Vertreter des betroffenen Gemeinderates, der Fachverbände, der Politik sowie der IG Bätterkinden einen geeigneten Standort erarbeiten. Die Depotgegner erwarten eine Antwort bis zum 20. November.

Die IG orientiert sich laut Reinhard weiterhin an Riedbach. Dort wehrte sich ebenfalls eine Gruppe und erreichte schliesslich, dass eine Begleitgruppe eingesetzt wurde, um einen Standort für eine BLS-Werkstatt zu finden. «Weshalb sollte in Bätterkinden nicht möglich sein, was in Riedbach erfolgreich durchgeführt wurde?», fragt die IG.

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