Huttwil

Neue Eiszeit beginnt im November

HuttwilDank Anschub­finanzierung der Einwohnergemeinde wagt es der Campus Perspektiven, einen Wunsch der Region zu erfüllen: Er nimmt die Eishalle schon bald wieder als solche in Betrieb.

Ende der Leere: Wenn es auf der Fläche Eis hat, werden sich auch die Zuschauerränge wieder füllen.

Ende der Leere: Wenn es auf der Fläche Eis hat, werden sich auch die Zuschauerränge wieder füllen. Bild: Thomas Peter

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Noch musste sich am Montag niemand aufs Glatteis wagen, als die Einwohnergemeinde und der Campus Perspektiven mitten in der Eishalle darüber informierten, dass sich das bald ändern soll: Ab November wird wieder Eis produziert.

Betreiben wird die Eishalle der Campus Perspektiven, der das ganze Sportzentrum von Besitzer Markus Bösiger gemietet hat und dort seit Anfang Jahr eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende führt.

Er nehme dafür einen sechsstelligen Betrag in die Hand, wie Lukas Zürcher, Mitglied der Geschäftsleitung der Betreibergesellschaft, betont.

Erfreulicher Abschluss

Den Start gesichert hat jedoch der Gemeinderat von Huttwil, der eine Anschubfinanzierung von 91'000 Franken gewährt. Dass die Eishalle ihren Namen bald wieder verdiene, sei für die Gemeinde erfreulich, aber auch für ihn persönlich zum Abschluss seiner Amtszeit als Gemeindepräsident, hielt Hansjörg Muralt (SVP) fest.

«Mit diesen Aussichten für Huttwil fühle ich mich als Eiskönigin.»Sandra Lambroia, Gemeinderätin

Sandra Lambroia (SP), Gemeinderätin mit Ressort Soziales, Kultur und Freizeit, begleitete den Präsidenten an die Medienkonferenz und bekannte, mit diesen Aussichten für Huttwil fühle sie sich als Eiskönigin.

Weiter ermöglichen den Neustart der Lotteriefonds des Kantons Bern mit einem Beitrag sowie Markus Bösiger, indem seine Pneu Bösiger AG die vorhandene Ausrüstung für den Eissport kostenlos zur Verfügung stellt.

Eiszeit für Schulen

Ein Teil des Beitrages der Gemeinde ist an eine Gegenleistung gebunden: Die Schulen können die Halle für ihren Eislauf benützen und müssen dafür nicht mehr nach Langenthal oder Hasle reisen.

Zudem soll freier Eislauf zu vernünftigen Zeiten und Preisen möglich sein. Lukas Zürcher geht davon aus, dass die Eishalle von 9 bis 16.30 Uhr für Schulen und die Bevölkerung zur Verfügung steht und dass der Eintritt acht Franken betragen wird.

Das ist leicht mehr als vor der Schliessung vor fünf Jahren. Für Vereine wird die Mietstunde im Durchschnitt 230 Franken kosten; der Tarif wird allerdings nach Spitzen- und Randzeiten abgestuft.

Interesse aus Langenthal

Grosses Interesse hat der SC Langenthal an Eiszeiten in Huttwil bekundet (wir berichteten). Sowohl mit den Clubverantwort­lichen wie auch mit der Kunst­eisbahn Schoren AG habe er bereits eingehende Gespräche geführt, bestätigte Lukas Zürcher. Man sei kurz davor, «Nägel mit Köpfen» zu machen.

Hansjörg Muralt und Sandra Lambroia teilten sich situationsgerecht in ihre Aufgabe: Der Präsident, der Ende Jahr aufhört, ­informierte über die Anschub­finanzierung für den bevorstehenden Winter, die Gemeinde­rätin, die sich nochmals zur Wahl stellt, über die längerfristige Perspektive.

Einen einmaligen Beitrag kann der Gemeinderat in der beschlossenen Höhe selbst verabschieden, ein wiederkehrender unterliegt dem fakultativen Finanzreferendum.

Geplant ist eine Leistungsvereinbarung für 96'000 Franken pro volle Saison. Sandra Lambroia rechnet damit, dass diese Anfang 2017 publiziert werden kann, sodass sie im Fall eines ­Referendums der Gemeindeversammlung am 21. Juni 2017 vorgelegt werden könnte.

Wieder mit Restaurant

Der genaue Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Laut Lukas Zürcher wird auf diesen Zeitpunkt hin jedoch auch das Restaurant des Campus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Es sei nun an der Region, von diesem Angebot Gebrauch zu machen und es zu fördern, betonte der Geschäftsführer. Denn künftig sollen Vermietung, Eintrittsgelder und Sponsoring den Betrieb finanzieren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.09.2016, 13:32 Uhr

Das Theater vor dem Eis

Bis die Eissportler die Eishalle wieder in Beschlag nehmen können, dauert es noch bis November.

Die Zeit bis dahin nutzten die Betreiber bewusst für ein Theatergastspiel am Samstagabend, 8. Oktober, wie Lukas Zürcher, Mitglied der Gechäftsleitung, betonte.

Denn der Campus will sich als Zentrum für Kultur, Sport und Bildung in der Region etablieren.

Er hat dafür ein Stück ausgewählt, das einen Bezug zur eigenen Arbeit mit den unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern hat, und bringt das in Deutschland bereits auf mehreren städtischen Bühnen erfolgreich gespielte Theaterstück «Benefiz – jeder rettet einen Afrikaner» als Erstaufführung in die Schweiz.

«Wir pflegen ein breites Verständnis von Kultur, wollen die Auseinandersetzung mit unserer Arbeit pflegen, führen und fördern», hielt Lukas Zürcher fest.

Dafür passe die erheiternde und bissige Theatersatire über die Ethik des Helfens, des sozialen Engagements und der Menschenwürde ausgezeichnet.

Künftig soll die grosse Halle im Campus von August bis April als Eishalle dienen, in den Monaten dazwischen als Eventhalle.

Infos: www.campusperspektiven.ch; Tickets: www.tipo.ch

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