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Die drei Söhne übernehmen das Ruder

Vor 38 Jahren eröffnete Fritz Fuhrer mit der Unterstützung seiner Frau Madlen eine Autogarage. Nun geben sie die Leitung des Betriebes ab.

Die männlichen Nachkommen übernehmen den Betrieb: Fritz Fuhrer (Mitte) und seine Frau Madlen übergeben die Leitung ihrer Garage an ihre drei Söhne Stefan, Bruno und Mathias (v.l.).
Die männlichen Nachkommen übernehmen den Betrieb: Fritz Fuhrer (Mitte) und seine Frau Madlen übergeben die Leitung ihrer Garage an ihre drei Söhne Stefan, Bruno und Mathias (v.l.).
Thomas Peter

Heute Freitag ist ein besonderer Tag für Fritz Fuhrer. Zeitgleich mit seinem 65. Geburtstag übergibt er die Geschäftsleitung der Thal-Garage Fuhrer AG seinen drei Söhnen. «Ich werde kürzer treten und nur noch zwei bis drei Tage im Betrieb mitarbeiten.» Es erfülle sie mit Freude und Zufriedenheit, dass alle drei Söhne ins Unternehmen eingestiegen sind, sagen die Eltern Fritz und Madlen Fuhrer.

Kinder halfen mit

Der Ursprung wieso Bruno, Mathias und Stefan Fuhrer, die mittlerweile selber Familien haben und alle in Heimisbach wohnen, in die Fussstapfen des Vaters treten, liegt in der Kindheit. Als Madlen und Fritz Fuhrer vor 38 Jahren in der alten Mühle in Heimisbach eine kleine Autorepa­raturwerkstätte eröffneten, war Tochter Silvia, die heute mit ihrer Familie in Zürich wohnt, acht Jahre alt.

Die Buben waren zwischen vier und einem Jahr alt. Als Einmannbetrieb war Fritz Fuhrer auf die Unterstützung seiner Familie angewiesen. Während er Motoren und Getriebe ersetzte, Bremsen nachzog und Pneus wechselte, fuhr Madlen nach Bern zum Strassenverkehrsamt, um Autos vorzuführen.

Die Kinder immer mit dabei. Putzte die vierfache Mutter die Fahrzeuge, drückte sie der Jungmannschaft ebenfalls einen Putzlappen in die Hand.

Die Kinder hätten früh gelernt Verantwortung zu übernehmen, anzupacken und wenns nicht immer rund lief, positiv zu denken, sagt Fritz Fuhrer. «Denn die ersten Jahre waren harte Jahre.» Er habe nicht Automechaniker gelernt, sondern Müller. «Ein Müller, der Autos repariert, muss zuerst das Vertrauen der Leute gewinnen.» Das Interesse für die Technik habe er jedoch schon ­immer gehabt.

«Ein Müller, der Autos repariert, muss zuerst das Vertrauen der Leute gewinnen.»

Fritz Fuhrer, Garagist

Darum sei geplant gewesen, dass er nach der Ausbildung als Müller noch den Beruf des Mühlebauers erlerne. Doch als er im letzten Lehrjahr war, starb sein Vater. «Also ging ich heim und übernahm die Mühle.» Der Betrieb warf jedoch nicht genug ab, und so nahm der mittlerweile junge Familienvater eine Teilzeitanstellung als Chauffeur an. «Zudem habe ich am Abend für Freunde und Bekannte Autos repariert.»

Freude am Beruf

Dann, 1979, setzte der Autodidakt Fritz Fuhrer alles auf eine Karte und eröffnete im Mühlegebäude eine Autogarage. Er habe seinen Beruf immer mit Freude ausgeübt, und das hätten die Kinder mitbekommen.

Seine Vorbildfunktion bestärkte die Söhne in ihrer Berufswahl: Bruno lernte Automechaniker, Mathias Carrosseriespengler und Stefan, der jüngste Sohn, machte eine Ausbildung zum Motorradmecha­niker.

Doch nicht nur die Freude an der Technik, auch die Faszination am Rennsport haben die drei Söhne von ihrem Vater geerbt. Fritz Fuhrer fuhr Autorennen als Amateur. Bruno und Mathias nahmen sogar an Schweizer Meisterschaften teil. Auch Stefan ist dem Rennsport zugetan.

Bevor er 2009, als letzter der drei Brüder, in den Familienbetrieb eingestiegen ist, war er zuerst als Motorradmechaniker mit Tom Lüthi, später auch mit Dominique Aegerter unterwegs.

Gemeinsam entscheiden

Jeder der Söhne hat seinen Platz im Unternehmen: Bruno Fuhrer ist für den Verkauf und die Autowerkstatt zuständig. Mathias für die Spenglerei und Lackiererei. Ihr Arbeitsort ist die ehemalige Binz-Garage in Grünenmatt, ­welche die Fuhrer AG 2005 kaufte. Stefan leitet die Motorrad­abteilung in Heimisbach, dort, wo einst sein Vater als Garagist ­begann.

Trotz unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden wichtige Entscheide gemeinsam gefällt. Die enge Zusammenarbeit der Brüder ist auch Teil des Erfolgsrezepts der Fuhrer AG, die insgesamt mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigt.

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