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Die Brandruine wird jetzt abgerissen

Im Mai brannte die ­alte Mühle neben dem Bauernhof von Familie Stalder ab. Nun kommen die Überreste weg, und der Boden wird ­renaturiert.

Wie Mikado-Stäbe ragen die Holzbalken der alten Mühle in die Luft. In den nächsten Tagen beginnen die Abbrucharbeiten.
Wie Mikado-Stäbe ragen die Holzbalken der alten Mühle in die Luft. In den nächsten Tagen beginnen die Abbrucharbeiten.
Andreas Marbot

Es ist kein schöner Anblick: Die geschwärzten Mauern und die abgebrannten Holzbalken, die wie bei einem Mikado-Spiel in die Luft ragen. Ende Mai hat ein Feuer die alte Mühle neben dem Bauernhaus der Familie Stalder in Hasle zerstört. Seither zieht die Brandruine, die unweit der Hauptstrasse liegt, die Blicke der Leute auf sich.

Er werde oft auf das abgebrannte Gebäude angesprochen, sagt Christoph Stalder. Dies nicht zuletzt, weil sich beim Haus ein Hofladen befindet und das Angebot an Brot, Gemüse und Fleisch täglich zahlreiche Kunden anzieht.

Hohe Kosten

Doch bald schon gehört das verkohlte Holzgerüst der Vergangenheit an. Bereits in den nächsten Tagen soll mit dem Abriss ­begonnen werden, dies nachdem beim Regierungsstatthalteramt Emmental keine Einsprachen gegen das Vorhaben eingegangen sind. Nach dem Abbruch soll kein neues Gebäude aufgestellt, sondern das Gelände renaturiert werden, berichtete die «Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch».

«Wir haben zwar die Option eines Neubaus geprüft», erklärt Stalder. Da es sich bei der alten Mühle mit Baujahr 1815 ­jedoch um ein schützenswertes K-Objekt gehandelt habe, hätte das neue Gebäude als aufwendige Holzkonstruktion realisiert werden müssen.

Was sich wiederum auf die Baukosten ausgewirkt hätte. «Ein teures Gebäude, das wie zuvor die alte Mühle nur als Lager für Kleingeräte genutzt wird, steht in keinem Verhältnis», sagt er deshalb.

Nebst den Kosten hat noch ein zweiter Grund zum Entscheid beigetragen: der Biembach. Das kleine Gewässer fliesst direkt vor dem Hof vorbei. Bei starkem Regen schwillt es an und tritt über die Ufer.

Auch Stalders kennen das Übel, zumal bei ihnen ein alter Schweinestall steht, der über den Biembach gebaut ist und nur einen kleinen Durchlass zulässt. «In Anbetracht, dass die Gemeinde ein Hochwasserprojekt plant, haben wir uns entschlossen, auch den alten, unbenutzten Saustall abzureissen.»

So könnte dem Biembach hier allenfalls mehr Platz eingeräumt werden, erklärt Stalder, der Mutterkuhhaltung be­treibt und Mastsauen hält.

Keine Verletzten

Ausgebrochen ist das Feuer in der alten Mühle am 27. Mai. Gegen 18 Uhr hätten Passanten den Brand entdeckt, so Stalder. Die Feuerwehr konnte das Ausbreiten des Feuers auf das Wohnhaus mit Stallungen verhindern (wir berichteten). Verletzt wurden weder Menschen noch Tiere.

Die Brandursache konnte nicht abschliessend geklärt werden. «Als Grund wird das Abflammen von Unkraut auf dem Vorplatz vermutet», erklärt Stalder.

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