Trubschachen

Die Arbeitsgruppe hat keinen Plan B

TrubschachenEiner gemeinsamen Schulordnung mit Trub steht grundsätzlich nichts im Weg. Zum Glück für die Arbeitsgruppe. Denn eine andere Lösung sieht sie nicht.

Die Truber Oberstufenschüler sollen dereinst alle in Trubschachen (Bild) zur Schule gehen.

Die Truber Oberstufenschüler sollen dereinst alle in Trubschachen (Bild) zur Schule gehen. Bild: Thomas Peter

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Der Besucheraufmarsch sei in Trubschachen etwas bescheidener gewesen als in Trub, sagt Schulleiter Walter Guggisberg. Aber auch am zweiten Informationsanlass sei das Thema «grundsätzlich sehr positiv» aufgenommen worden.

Wie am Mittwochabend in Trub wurde am Donnerstagabend auch in Trubschachen also keine Fundamentalkritik geübt an den Plänen, die eine Arbeitsgruppe erarbeitet hat. Demnach sollen alle Oberstufenschüler beider Gemeinden ab August 2021 in Trubschachen unterrichtet werden, die Mittelstufe dagegen würde in Trub zusammengefasst.

Die Unterrichtszeiten richten sich dabei nach dem Fahrplan der BLS, weil die Schüler mit dem öffentlichen Bus hin- und hertransportiert werden sollen. Für die Mittelstufe wird der Unterricht also um 7.25 Uhr beginnen, für die Oberstufe erst eine halbe Stunde später. Gerade den sich in der Pubertät befindenden Jugendlichen dürfte diese Änderung mehrheitlich entgegenkommen, meint Guggisberg. Und auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum versicherte er den Eltern, dass die Schulzeiten wieder angepasst würden, falls die BLS ihren Fahrplan ändern sollte. «Wir lassen niemanden im Regen stehen», sagte er.

«Das Optimum»

Nun hofft die Arbeitsgruppe, auch von den Einwohnern beider Gemeinden nicht im Regen stehen gelassen zu werden. Denn sollten die angedachten Pläne verworfen werden, würde es schwierig. «Wir haben keine zweite Lösung in der Hinterhand, die ebenso gut wäre für Trub und Trubschachen», sagt Guggisberg. «Wir haben das Optimum herausgeholt.»

Der Schulleiter in Trubschachen vergleicht die bisherigen Arbeiten mit dem Rohbau eines Gebäudes. «Die Statik trägt», ist er überzeugt. Nun gehe es darum, den Innenausbau vorzunehmen. Wenn die Stimmberechtigten an den Gemeindeversammlungen im Mai den entsprechenden Auftrag erteilen, wird das Projekt unter Einbezug von Schülern, Eltern, Lehrern und Gemeinde­behörden verfeinert. Im Dezember 2019 könnten die Einwohner dann über entsprechende Reglemente befinden und entscheiden, welches Schulmodell an der Oberstufe einzuführen ist.

Frühestens auf August 2021 würde die neue Schulplanung umgesetzt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.04.2018, 19:28 Uhr

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