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Derselbe Name, andere Vorlieben

Während ­Lauben und Bäume verschwanden, sind Garage und Buschwerk entstanden. Das Ehepaar Schär baute das Gebäude an der Schulhausstrasse 9 in Dürrenroth vor etwa hundert Jahren.

Salome Studer

Vom eisernen Gartenzaun und der steinernen Pforte ist heute nichts mehr zu sehen. Heute ziert ­üppiges ­Gesträuch die Liegenschaft. Bilder: zvg/Thomas Peter

Es war Herbst, als Frau und Herr Schär in Jacket und Rock in ihrem Garten standen und vom Fotografen Johann Schär abgelichtet wurden.

Wie die meisten seiner Bilder ist wohl auch dieses um die Jahrhundertwende entstanden. Obwohl die ehemalige Liegenschaft des Lehrers Wilhelm Schär verschiedene Besitzer und Untermieter hatte, ist es auch heute noch in den Händen einer Familie Schär. Doch der Besitzerwechsel ist nicht etwa so banal, wie er scheint. Was erstaunt, ist, dass der Erbauer und die heutigen Inhaber der Liegenschaft an der Schulhausstrasse 9 nicht verwandt sind.

«Mein Mann wollte immer ein älteres Haus zum Umbauen» erklärte Irène Schär. Deshalb hätten sie sich auf die Ausschreibung der Liegenschaft in Dürrenroth gemeldet. Bevor das Ehepaar das Wohnhaus im Jahr 1991 kaufte, habe es der Erbengemeinschaft von Walter Luginbühl, der 1905 geboren wurde, gehört. «Ob Walter Luginbühl die Liegenschaft von Wilhelm Schär gekauft hat, weiss ich leider nicht. Aber wenn man das Alter anschaut, denke ich, dass nach ihm gleich Walter Luginbühl Besitzer war», sagt die heutige Inhaberin.

Handwerk im Wohnraum

Dessen Sohn, Werner Luginbühl, habe ihnen beim Verkauf erzählt, dass in den Lauben im linken Teil des Hauses Sattlerarbeiten durchgeführt wurden. Heute gäbe es keine Laubenzimmer mehr in dieser Form, denn die tragenden Holzbalken waren morsch und mussten entfernt werden. Eine neue Aussenwand wurde gebaut und mit Schindeln bestückt.

Seither sind die Laubenzimmer Bestandteil des Wohnraumes. Einzig die Türe links unten zeuge noch von ihrem Bestehen. Die neue Türe rechts, die in den Garten führt, hätten sie nachträglich eingebaut, erklärt Irène Schär. «Der Haupteingang befindet sich gegenüber dem Schulhaus», fügt sie an. Auch der Gartenhag mit den steinernen Pfosten ist verschwunden, dies aber schon vor dem Besitzerwechsel 1991. Die kleine Garage, die 1923 gebaut wurde, hat das Ehepaar Schär erst durch eine grössere und dann durch den neuen, grauen Anbau ersetzt. Da die Parkplatzsituation in Dürrenroth nicht optimal war und Schärs früher den zweiten Stock vermieteten, kauften sie von der Gemeinde Land, um zwei Parkplätze zu erstellen.

Ansonsten hat sich die Umgebung kaum verändert. Die Familie fällte einige Bäume auf der linken Seite entlang der Schulhausstrasse und bepflanzte den Garten im Jahr 1992 neu.

Neues Kleid für altes Haus

Die Arbeiten am ehemaligen Lehrerhaus gehen weiter: «Momentan bauen wir unser Badezimmer um», sagt Irène Schär. Ausserdem würde die verwitterte Fassade neu gemacht, sie müsse neu gestrichen und einzelne beschädigte Schindeln ausgewechselt werden.

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