Der Siegermuni ist getauft

Utzenstorf

Ein Jahr vor dem Bernisch-Kantonalen Schwingfest 2018 in Utzenstorfist das Organisationskomitee auf Kurs. Davon konnte sich am Wochenende auch die Bevölkerung überzeugen. Bereits wurde der Siegermuni getauft.

Lenkor heisst der Stier, den Familie Fankhauser aus Sumiswald beim Schloss Landshut vorführte. Der Siegermuni des Bernisch-Kantonalen Schwingfestes 2018 ist der Sohn von Fors.

Lenkor heisst der Stier, den Familie Fankhauser aus Sumiswald beim Schloss Landshut vorführte. Der Siegermuni des Bernisch-Kantonalen Schwingfestes 2018 ist der Sohn von Fors.

(Bild: Andreas Marbot)

Am Samstagabend wurde der knapp zweijährige Siegermuni auf den Namen Lenkor getauft. Der Swiss Fleckviehstier tritt in die Hufstapfen seines berühmten Vaters. Das ist nämlich kein Geringerer als Fors vo dr Lueg, den Schwingerkönig Matthias Sempach 2013 am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf gewann. Sempach sowie die Lenker Skiweltcupfahrerin Joana Hählen amten als Götti und Gotte von Lenkor.

Im Rahmen der Munitaufe konnten sich mehrere Hundert Besucher an einem Fest im Park von Schloss Landshut aus erster Hand über das Bernisch-Kantonale Schwingfest in Utzenstorf informieren lassen, das in genau einem Jahr auf dem Areal in der Nähe des Gotthelfschulhauses durchgeführt wird.Das Organisationskomitee habe den Anlass am Samstag nebst dem geselligen Teil auch dafür genutzt, der Bevölkerung Pläne zu präsentieren, wie das Schwingfestgelände aussehen werde, erklärt Andreas Aeschbacher, Medienverantwortlicher des OKs. «Wir möchten die Utzenstorfer jetzt schon dafür sensibilisieren, was am dreitägigen Schwingfest auf sie zukommen wird. Zum Beispiel in Sachen Verkehr.»

11 000 Sitzplätze

Andreas Aeschbacher kann guten Gewissens berichten, dass das ­Organisationskomitee «auf Kurs ist». Mittlerweile sei zum Beispiel klar, welche Infrastruktur benötigt werde. «Jetzt können wir konkret mit der Planung des Auf- und Abbaus beginnen», sagt er. «Da wir nun wissen, welche Tribüne und welches Zelt wo hingestellt wird, können wir abklären, wie viel Material wir dafür brauchen.» Bereits wurden laut Aeschbacher erste Verträge mit Lieferanten abgeschlossen.

Die Schwingarena werde praktisch gleich aussehen wie jene in Affoltern beim Bernisch-Kantonalen, das Anfang Juli dieses Jahres stattgefunden hat. Knapp 11 000 Personen werden auf den Tribünen Platz finden. Weil das Festgelände in Utzenstorf kleiner sein werde als jenes in Affoltern, werde der Aufbau jedoch eine Herausforderung, so Aeschbacher.

Etwa 1500 Helfer gesucht

Ein wichtiges Thema für ein Fest dieser Grössenordnung sind die freiwilligen Helfer. In Utzenstorf und Umgebung seien alle Vereine angeschrieben und gefragt worden, ob sie Helfer stellen möchten. Allein in Utzenstorf seien ­etwa 40 Vereine kontaktiert worden, sagt der Medienverantwortliche.

Wer mithilft, soll am Schluss auch entlöhnt werden. Das OK will allerdings nicht die Helfer persönlich bezahlen, sondern den Vereinen Beiträge für die geleistete Arbeit zukommen lassen. Sie können dann entscheiden, wie sie das Geld einsetzen wollen. Aeschbacher rechnet mit einem Bedarf von etwa 1500 Helferinnen und Helfern. Jedes Ressort definiere nun seine Nachfrage, später würden dann die angemeldeten Helfer den Ressorts zugeteilt. Ebenfalls voll im Gang ist laut Aesch­bacher die Planung des Rahmenprogramms für das Bernisch-Kantonale Schwingfest. Am dreitägigen Event soll dem Publikum viel Abwechslung geboten werden. «Klar ist, dass es einen volkstümlichen Abend geben wird», sagt er.

32 OK-Mitglieder

Auffällig ist, dass das OK aus nicht weniger als 32 Personen besteht, einige Posten sind mehrfach besetzt. So gibt es zum Beispiel drei Co-Präsidenten (Beat Singer, Martin Gasche und Hans­peter Müller). Andreas Aeschbacher gibt zu, dass das Gremium «recht gross» sei. Die Vorbereitung des Festes dauere insgesamt fast drei Jahre. Es könne durchaus sein, dass in dieser Zeit ein OK-Mitglied sein Amt abgebe. Dann sei eine doppelte oder mehrfache Besetzung des Ressorts von Vorteil, erklärt er. «Zudem arbeiten wir alle ehrenamtlich mit. Dank des grossen OKs können die Aufgaben auf verschiedene Schultern verteilt werden.» Gleichzeitig bedinge es aber etwas mehr Koordination und Absprachen, als wenn weniger Personen eingebunden wären.

Aeschbacher ist letztlich überzeugt: Es gibt immer verschiedene Wege ans Ziel. In Utzenstorf sei nun das Modell mit einem grossen OK gewählt worden. Der Medienverantwortliche sieht darin weitere Vorteile: «Dank der vielen regional verwurzelten Personen haben wir ein breit abgestütztes Fundament.» Zudem habe es erfahrene Leute dabei, die auch schon solche Feste organisiert hätten, und junge, die zum ersten Mal dabei seien. Sollte in Utzenstorf wieder einmal ein grosses Fest stattfinden, werde das bestimmt hilfreich sein.

Berner Zeitung

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