Der Schule Fritzenhaus droht das Ende

Wasen

Der Gemeinderat von Sumiswald erwägt, im August 2017 das Schulhaus Fritzenhaus zu schliessen. Das letzte Wort hat nächstes Jahr das Stimmvolk.

Damit der Schulstandort Wasen insgesamt gestärkt werden kann, will der Gemeinderat das Schulhaus Fritzenhaus schliessen.

Damit der Schulstandort Wasen insgesamt gestärkt werden kann, will der Gemeinderat das Schulhaus Fritzenhaus schliessen.

(Bild: Thomas Peter)

Philippe Müller

Die Schule in Wasen – das ist ein heisses Eisen. Fast immer, wenn der Gemeinderat von Sumiswald in der Vergangenheit Anpassungen am Bildungsangebot in Wasen vornehmen wollte, formierte sich Widerstand. Im Frühling 2013 kam es zum Eklat, als der Rat in Wasen eine Oberstufenklasse schliessen wollte.

Die «Interessengemeinschaft Oberstufen in Sumiswald und Wasen» wehrte sich gegen die Pläne der Gemeinde. Der damalige Gemeindepräsident Roland Holzer wurde so stark angefeindet, dass er schliesslich zurücktrat.

Auf Holzer folgte Christian Waber. Unter dessen Führung schickt sich der Gemeinderat nun erneut an, die Schulstrukturen im Ortsteil Wasen anzupassen. «Wegen der tiefen Schülerzahlen sieht unsere Strategie vor, auf Ende des Schuljahrs 2016/2017 hin das Schulhaus Fritzenhaus zu schliessen», bestätigt Waber einen Bericht im Gemeindeorgan «Schwarze Spinne», das am Dienstag erscheint.

Der Gemeindepräsident rechnet diesmal jedoch nicht mit grosser Gegenwehr. «Ich habe die IG Wasen transparent über die Absicht des Gemeinderats informiert, den Schulstandort Dorf Wasen zu stärken.

Die IG sieht ein, dass dies ohne Schliessung des Schulhauses Fritzenhaus nicht möglich ist.» Dies wegen der gesamthaft gesehen niedrigen Schülerzahlen in Wasen.

Hier Unter-, dort Oberstufe

Waber betont, dass es am Ende am Stimmvolk sein werde, die Schulstrategie des Gemeinderates abzusegnen. «Sagt die Gemeindeversammlung nächstes Jahr Nein zur Schliessung der Schule Fritzenhaus, müssen wir das Ganze neu beurteilen.»

Die Schulplanung des Sumiswalder Gemeinderates sieht weiter vor, dass in ein paar Jahren zwei Kompetenzzentren gebildet werden: eines für die ganze Unterstufe in Wasen, eines für die gesamte Oberstufe in Sumiswald. «Wir sind überzeugt, dass ein solcher Austausch der Schüler den Zusammenhalt zwischen den beiden Dörfern Wasen und Sumiswald stärken würde», sagt Waber.

Ob dieser Teil der Strategie umgesetzt werde, werde aber wiederum die Gemeindeversammlung entscheiden. «Sie hat immer das letzte Wort.»

Berner Zeitung

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