Der Abfall landet künftig in Grünen

Sumiswald

Die Gemeinde Sumiswald will einen neuen Werk- und Entsorgungshof bauen. Denn die Chancen für einen Verkauf der alten Liegenschaft stehen nun gut.

Lange werden die alten Eishockeybanden nicht mehr stehen. Auf diesem Platz wird der neue Werkhof von Sumiswald gebaut.<p class='credit'>(Bild: Olaf Nörrenberg)</p>

Lange werden die alten Eishockeybanden nicht mehr stehen. Auf diesem Platz wird der neue Werkhof von Sumiswald gebaut.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

Seit Jahren arbeitet die Gemeinde Sumiswald an einer neuen Lösung für ihren Werkhof. Denn das Stettlerhaus an der Marktgasse, in dem er seit 1966 untergebracht ist, müsste umfassend saniert werden. Die Verantwortlichen bevorzugen aus finanziellen Gründen einen Neubau, zumal nun bereits ein potenzieller Käufer für die alte Liegenschaft gefunden wurde.

Deren Wert ist auf rund 700'000 Franken geschätzt. «Natürlich ist der Zeitplan unseres Neubauprojekts abhängig von diesem Verkauf», sagte Gemeindepräsident Fritz Kohler gestern an einer Medienorientierung. Die Pläne für den Neubau sind ­jedoch bereits ausgearbeitet: Direkt neben der Reithalle in Grünen soll auf rund tausend Quadratmetern nebst dem Werk- auch ein neuer Entsorgungshof entstehen.

Auswärtige willkommen

«Geplant ist eine nicht unter­kellerte Holzkonstruktion mit Flachdach», erklärte Roland Bürki vom gleichnamigen Planungsbüro in Grünen. Die Liegenschaft würde komplett umzäunt, wobei der Vorplatz genügend Raum zum Manövrieren bieten soll.

Auch eine mit Regenwasser versorgte Aussenwaschanlage und ein Salzsilo würden auf ihm Platz finden. Das L-förmige Gebäude wird unterteilt in drei Hallen und einen doppelstöckigen «Würfel», der als Schreinerei, Werkstatt, Materiallager und Personalraum dienen soll.

In der grossen, westlichen Halle werden die üblichen Container und Mulden für die Abfälle bereitgestellt. «Der Entsorgungshof wäre jeweils am Mittwochnachmittag und am Samstagvormittag für die Kunden geöffnet», sagt Gemeinderat Fritz Lehmann. Dabei werde nicht zwischen Einheimischen und Auswärtigen unterschieden.

Die anteiligen Baukosten für den Entsorgungshof von rund einer halben Million Franken möchte der Gemeinderat durch die Spezialfinanzierung Abfallentsorgung abdecken, wodurch der direkte Steuerhaushalt nicht belastet würde.

Der Werkhof beansprucht zwei Hallen für die Gemeindefahrzeuge, Maschinen und sonstiges Material sowie einen Innenwaschraum. Die heutigen Mietzinse für Einstellräume ausserhalb des Stettlerhauses würden dank dem Neubau entfallen.

Die Eisbahn muss weichen

Fritz Kohler betonte gestern: «Das Pfadihaus und die Reithalle sowie die dafür nötigen Parkmöglichkeiten bleiben bestehen.» Nur die ehemalige Eisbahn, die in den letzten Jahren wegen der warmen Winter nur noch selten genutzt werden konnte, müsse dem Neubau weichen. Da das ­gemeindeeigene Grundstück in einer Sport- und Freizeitzone liegt, erfordert der Bau zudem eine Umzonung.

Nun möchte der Gemeinderat im Rahmen einer Informations- und Mitwirkungsveranstaltung auch die Bevölkerung ins Boot holen. Der Leiter Bau und Betrieb, Fritz Kobel, ergänzte: «Anfang 2019 werden die Einwohnerinnen und Einwohner über die Baukreditsumme von netto 1,2 Millionen Franken an der Urne abstimmen können.»

Frühester Baubeginn wäre im Herbst 2019, wobei die Bauzeit acht bis zehn Monate in Anspruch nehmen würde.

Öffentliche Informationsveranstaltung zum neuen Werkhof: Dienstag, 14. August, 20 Uhr, in der Aula des Unterstufenschulhauses, Sumiswald.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt