Burgdorf

Burgergemeinde Burgdorf: Kerngesund wie eh

BurgdorfDie Burgergemeinde Burgdorf rechnet für 2018 mit einem Gewinn von 993'000 Franken. Das Budget sieht hohe Investitionen vor. Darin enthalten ist die restliche Zahlung an den Umbau des Casino-Theaters.

Szene vom Spatenstich zum Casino-Umbau vom Oktober. An den Jahresetat des Casino-Theaters steuert die Burgergemeinde Burgdorf 200'000 Franken bei.

Szene vom Spatenstich zum Casino-Umbau vom Oktober. An den Jahresetat des Casino-Theaters steuert die Burgergemeinde Burgdorf 200'000 Franken bei. Bild: Andreas Marbot

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Landauf, landab kämpfen Einwohnergemeinden um jeden Franken und versuchen, mit Sparrunden Steuererhöhungen abwenden zu können. Diese Sorge hat die Burgergemeinde Burgdorf nicht. Finanziell ist sie kerngesund. Jahr für Jahr werden schöne Gewinne ausgewiesen. Die Liquidität liegt im Moment bei 10 Millionen Franken. Und dies, obwohl die Burger Kulturinstitutionen kräftig unterstützen und sich in weiteren Disziplinen als Wohltäter in Szene setzen.

Dies wird auch 2018 so sein: Den Betrieb der Stadtbibliothek lässt sich die Burgergemeinde 518'000 Franken kosten, und an den Jahresetat des Casino-Theaters steuert sie 200'000 Franken bei. Zusätzlich zum Maturaarbeit-Wettbewerb ist die Vergabe des mit 15'000 Franken dotierten Kulturpreises geplant. Für kulturelle Anlässe oder Projek­te, die mit Burgdorf in direkter ­Verbindung stehen, kann die ­Kulturkommission Beiträge von rund 35'000 Franken ausrichten. 10 000 Franken stehen für die Sportförderung zur Verfügung.

Markante Investitionen

Weiterhin defizitär ist der Forstbetrieb. Bei einem Aufwand von 1,013 Millionen und Erträgen von 0,935 Millionen Franken rechnet der Voranschlag 2018 mit einem Minus von knapp 78'000 Franken. Diametral anders sieht es bei den Liegenschaften aus, wo die Burger mit einem Ertragsüberschuss von 2,55 Millionen Franken rechnen. Das Gesamtbudget der Burgergemeinde Burgdorf, das für das nächste Jahr einen Gewinn von 993'000 Franken vorsieht, wurde an der von 94 Personen besuchten Burgerversammlung einstimmig genehmigt.

Beachtlich ist die Höhe der geplanten Investitionen: Für die Totalsanierung des Mehrfamilienhauses an der Bärenstrasse in Oberburg rechnet man mit Kosten von 1,53 Millionen Franken, 420'000 Franken sind für die Sanierung der Jauchegrube und den Stallumbau des Bauernbetriebes Lerchenboden vorgesehen, die Wiederherstellung des Geissrüttiweges und des Bachweges dürfte 170'000 Franken kosten.

Zudem enthält die Investitionsrechnung die restliche Zahlung von 2,5 Millionen Franken an den Umbau des Casino-Theaters (total beteiligen sich die Burger mit 4,5 Millionen an den geplanten Gesamtkosten von 13,2 Millionen Franken). Sämtlichen Kreditanträgen stimmte die Versammlung oppositionslos zu.

Bürgi als Präsident bestätigt

Zustimmung gab es auch zu allen Wahlgeschäften. Burgerratspräsident Christoph Bürgi wurde für vier Jahre im Amt bestätigt. Anstelle von Erika Friedli, deren Amtszeit Ende Jahr ausläuft, wurde Catherine Kreis-Giraudi in den Burgerrat gewählt. Die Burgergemeinde Burgdorf, die zum Zeitpunkt der Versammlung aus 208 Frauen und 192 Männern bestand, kann sich über Nachwuchs nicht beklagen. Einstimmig wurden Christoph, Eliane, Eva und Carlo Käser sowie bei 5 Gegenstimmen Jürg Wüthrich ins Burgerrecht von Burgdorf aufgenommen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 24.11.2017, 19:58 Uhr

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