Emmental / Oberaargau

Badis können sich nicht beklagen

Emmental / OberaargauDie Hitze treibt die Leute in Scharen in die Schwimmbäder. Das freut die Betreiber im Oberaargau und im Emmental. Doch für einen neuen Rekord wird es trotzdem kaum reichen.

Zwar noch nicht spitzenmässig, dafür aber seit Wochen konstant hoch sind die Besucherzahlen, wie etwa hier im Langenthaler Freibad.

Zwar noch nicht spitzenmässig, dafür aber seit Wochen konstant hoch sind die Besucherzahlen, wie etwa hier im Langenthaler Freibad. Bild: Daniel Fuchs

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Bei schweisstreibenden Temperaturen, wie sie die Sommermonate verursachen, hilft zur Abkühlung eigentlich nur eine kalte Dusche, ein Sprung in die Aare oder in das Schwimmbecken. Kein Wunder, haben die Freibäder im Emmental und im Oberaargau derzeit Hochkonjunktur. Noch dauert die Saison über einen Monat, trotzdem lässt sich schon jetzt eine erste Zwischenbilanz in fünf verschiedenen Badis ziehen.

Wangen an der Aare

Vor neun Tagen hatte das Freibad am Jurasüdfuss bereits die Besucherzahl der gesamten Saison 2014 erreicht. Das freut natürlich Chefbadmeister Dieter Trachsel. Er sagt: «Jetzt wollen wir den Sommer von 2015 toppen.» Damals verzeichnete die Badi gesamthaft 56 000 Eintritte. Derzeit steht sie bei circa 46 000 Besucherinnen und Besuchern. ­

Obschon vielerorts von einem Rekordsommer gesprochen wird, möchte Trachsel dies etwas relativieren: «Gerade im Mai und im Juni hatten wir oft Biese.» Deshalb brauche es im August noch so manchen schönen Tag, um die Badesaison überdurchschnittlich gut abzuschliessen.

Langnau

«Wir haben schöne Zahlen und sind zufrieden», sagt Ruedi Liechti, Leiter Frei- und Hallenbad. Besonders der Monat Juli lief gut: Über 15 000 Badegäste kamen vorbei, doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Im August sind es bis jetzt bereits mehr als 4000. «Für uns ist das natürlich wunderbar», sagt Liechti, der heuer erstmals die Badeanstalt leitet.

Total konnte die Badi schon über 27 000 Eintritte verbuchen. Dazu zählen auch die 2500 Gratiseintritte anlässlich des Verbandsturnfests im Juni. An eine Kapazitätsgrenze stiess das Schwimmbad bisher nicht. «Die Besucher verteilen sich gut, und im Wasser bleibt so genügend Platz», sagt Liechti. Einzig der Rasen sei mangels Regen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber der Aufwand sei zu gross, diesen während der trockenen Tage zu bewässern.

Langenthal

Stolze 84 000 Eintritte kann die grösste Badi in der Region Stand gestern vermelden. Bleiben die Temperaturen weiterhin hoch und das Wetter freundlich, sollte sich das Ergebnis aus dem letzten Jahr leicht überflügeln lassen. Damals besuchten von Mai bis September total 101 962 Gäste das Schwimmbad. «Dieses Jahr wird es wohl ähnlich herauskommen», mutmasst der langjährige Betriebsleiter Ralf Rombach.

Am stärksten steht in Langenthal derzeit der Juli mit über 36 000 Eintritten da. Und auch in der ersten Augustwoche kamen bereits wieder 14 000 Badegäste. «Es ist aber keinesfalls rekordverdächtig», sagt Rombach. Die Besucherzahl sei seit Wochen mit circa 2000 Gästen pro Tag zwar konstant, aber nicht überdurchschnittlich hoch. Am besten besucht war bisher der 1. Juli, ein Sonntag, mit 3400 Personen.

Koppigen

2003 ist und bleibt das absolute Rekordjahr in Koppigen. 76 500 Eintritte kamen damals zusammen. Daran wird auch 2018 nichts ändern können. «Damals», sagt Badmeister Bruno Stucki, «hat der Betrieb finanziell noch rentiert.» Doch auch heuer stehe es um das Schwimmbad bezüglich Eintritten sehr gut. «Die Saison verläuft sensationell», so Stucki. Derzeit nähert sich die Badi der 40 000er-Marke, was im langjährigen Schnitt bereits zur oberen Grenze gehört.

«Die Saison verläuft sensationell.»Bruno Stucki, Badmeister Koppigen

Sehr gut besucht: Die Koppiger Badi geht eintrittsmässig auf die 40 000er-Marke zu.

Burgdorf

Weniger witterungsabhängig als andernorts ist das Schwimmbad in Burgdorf. Dies habe vor allem mit der Badstruktur zu tun, sagt Christoph Estermann, Geschäftsführer Hallen- und Freibad. «Wir sind halt ein Sportbad.» Grundsätzlich sei man aber sehr zufrieden. «Gerade die Sommermonate sind deutlich besser als letztes Jahr», sagt Estermann. In Zahlen: Bisher verbuchte die Badi circa 37 000 Eintritte – 2017 waren es zur gleichen Zeit etwa 4000 weniger. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.08.2018, 06:08 Uhr

Gute Wasserqualität

Je wärmer das Wetter wird, je mehr Leute sich in der Badi aufhalten, desto stärker unter Druck gerät die Wasserqualität im Schwimmbecken. Probleme bereitet das aber in Langenthal keine. Hier geben die Verantwortlichen täglich zwischen 400 und 600 Kubikmeter Frischwasser bei. Dies vor allem, um das Wasser zu kühlen. Gleichzeitig verbessere das auch dessen Qualität.
In Wangen an der Aare ist dagegen die Filteranlage auf 30 Prozent mehr Wasser ausgelegt, als das Schwimmbad effektiv verwendet. Deshalb verfüge diese Anstalt in ihren Becken jeden Morgen wieder über Trinkwasserqualität. In Langnau entnimmt der Badmeister dreimal pro Tag Wasserproben. Trotz einigen Malen mit über tausend Badegästen habe man die Wasserqualität halten können. Dasselbe gilt für Koppigen: Die Qualität des Wassers sei hervorragend, aber die Aufbereitungsanlage laufe derzeit am Limit. So lässt sich das Wasser nur noch schwer kühlen.

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