An der OGA 2017 gibts Chasselas

Langnau

2014 mussten sich die Organisatoren der Oberemmentalischen Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung in Langnau einige Kritik anhören. Sie haben reagiert und für 2017 Anpassungen vorgenommen – vor allem im Gastrobereich.

Auch Hans-Ruedi Gerber von der Montreux-Oberland-Bahn(Mitte) darf 2017 ein OGA-Hemd tragen. Präisdent Ueli C. Gerber und Jeanette Rüegsegger, Mitglied der OGA-Geschäftsleitung, konnten die Bahn aus dem Waadtland als Gast gewinnen.

Auch Hans-Ruedi Gerber von der Montreux-Oberland-Bahn(Mitte) darf 2017 ein OGA-Hemd tragen. Präisdent Ueli C. Gerber und Jeanette Rüegsegger, Mitglied der OGA-Geschäftsleitung, konnten die Bahn aus dem Waadtland als Gast gewinnen.

(Bild: Daniel Fuchs)

Für die OGA-Geschäftsleitung war der Umbau des Ilfisstadions in Langnau nicht unbedingt von Vorteil. Zur Oberemmentalischen Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung gehörten vorher ein Gedränge an der Schlösslibar und eine ausgelassene Festhüttenstimmung. Mit der neuen Infrastruktur erübrigte sich das Aufstellen eines Festzeltes, im Tigersaal stand schliesslich genügend Platz zur Verfügung.

Doch der Saal erwies sich 2014, als die OGA erstmals auf dem Areal des um- und ausgebauten Stadions stattfand, als «zu steril», wie Ueli C. Gerber am Dienstag vor den Medien feststellte. Er ist Präsident der Geschäftsleitung, die für 2017 die nächste Ausstellung plant. Sie hat die Kritik der Besucher und Aussteller ernst genommen und sieht nun Änderungen vor. Diese betreffen in erster Linie den Gastrobereich.

Treffpunkt Dorfplatz

Den Tigersaal wird die OGA 2017 für die Seniorennachmittage, Bankette oder andere noch nicht definitiv festgelegte grössere Anlässe nutzen. Als zentraler Punkt, an dem sich die Besucher nach dem Rundgang aufhalten sollen, wird der Platz zwischen dem Ilfisstadion und dem Kühni-Treff ins Auge gefasst. Diesen «Dorfplatz» will die OGA-Leitung aufwerten, ihn teilweise überdachen, mit Verpflegungsständen, einer kleinen gedeckten Bühne und Sitzplätzen ausstatten. Für Kinder wird die Montreux-Oberland-Bahn einen kleinen Zug kreisen lassen. Denn sie ist als Gast an der nächsten OGA ver­treten (siehe Kasten).

Auch der Eingangsbereich wird neu gestaltet. Besucher betreten das Ausstellungsgelände gleich hinter der Landi und werden dort direkt in das erste Zelt geführt. Dieses befindet sich an gleicher Stelle, wo letztes Mal die Sonderschau Lebensweg für sich allein stand und von vielen Besuchern übersehen wurde. Dann führt der Rundgang am Kassenhaus der SCL Tigers vorbei ins Stadion.

Gleich neben dem Eingang zum Eisfeld ist die erste Möglichkeit für einen Kaffeehalt geplant. Am Schluss des Rundgangs durch die Eishalle soll wieder ein Beizchen stehen, ebenso im hinteren Bereich des Ausstellungszeltes. «Wir haben den Gastrobereich auf den Kopf gestellt», fasste In­frastrukturchef Roland Zaugg am Dienstag zusammen.

Wieder mit Milchkühen

Anpassungen gibt es auch im Landwirtschaftsbereich, der erneut in der Markthalle zu Hause sein wird. Doch bezüglich der Tierpräsentationen wird hier gegenüber der OGA 2014 nichts auf den Kopf gestellt. Die Viehschauen früherer Ausstellungen mit Kuhprämierungen werden nicht wiedereingeführt. Aber im Gegensatz zum letzten Mal, als ausschliesslich Mutterkühe gezeigt wurden, werden 2017 auch wieder Milchkühe zu sehen sein.

Allerdings werden diese ebenfalls frei herumlaufen und nicht angebunden sein. Neu soll hier zudem ein Restaurant, eine Burestube, betrieben werden, das auch abends, wenn die Ausstellung zu ist, noch offen sein wird. Zudem soll in der Markthalle «aktives Käsen» angeboten werden, verriet Zaugg weiter.

Nebst dem Bildungsraum Emme, der erneut Imagewerbung machen will für die Berufslehre, ist eine Sonderschau der Gemeinde Langnau vorgesehen. Denn diese feiert 2017 das 550-Jahr-Jubiläum ihres Marktrechts (wir berichteten). Organisiert wird die OGA 2017, die vom 10. bis 19. Juni dauern wird, von Ueli C. Gerber (Präsident), Hans Erhard (Aussteller), Roland Zaugg (In­frastruktur), Kurt Ruff (Sicherheit, Verkehr), Ursula Ruch (Finanzen), Annette Gebhard (Gastro und Events), Jeannette Rüegsegger (Administration) und Nicola Antener (Information).

Berner Zeitung

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