Burgdorf

Wenn der Rotstift die Kinder tangiert

BurgdorfDie Genossen im Stadtrat sorgen sich um die ­Sicherheit der Kinder auf den 14 offiziellen Spielanlagen. Etliche weisen Mängel auf. Doch die finanziellen Möglichkeiten sind beschränkt.

Der Gotthelfpark ist einer der städtischen Spielplätze, auf denen aus Spargründen nicht sofort alles Wünschbare realisiert werden kann.

Der Gotthelfpark ist einer der städtischen Spielplätze, auf denen aus Spargründen nicht sofort alles Wünschbare realisiert werden kann. Bild: Thomas Peter

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Das Positive vorweg: Die 14 Spielplätze der Stadt Burgdorf werden regelmässig überprüft und entsprechen den europaweit geltenden Sicherheitsnormen. Auch finden Kontrollen statt, deren Ergebnisse für die Unterhaltsplanung herangezogen werden.

«Diese sieht vor, dass pro Jahr ein Kinderspielplatz mit grösseren Instandstellungen saniert wird», hält die SP-Fraktion im Stadtrat fest und ergänzt: «Die Machbarkeit richtet sich jedoch nach den vorhandenen Finanzmöglichkeiten.» Diese Einschränkung ruft die Genossen auf den Plan.

Sie wollen den Gemeinderat beauftragen, «eine Strategie für den Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau der Spiel- und Freizeitanlagen zu erarbeiten». Und weil das Geld knapp ist, sollen auch alternative Finanzierungsmodelle – zum Beispiel ein Sponsoring – ins Auge gefasst werden.

Auch Spielgeräte abgebaut

Der Gemeinderat hat Sympathie für das Begehren. In seiner Antwort auf den SP-Antrag, der am nächsten Montag im Parlament behandelt werden wird, hält er gerade für besorgte Eltern wenig erfreulich fest: «Die Spielplätze der Stadt Burgdorf weisen zum Teil einen grossen Instandstellungsbedarf auf.»

Dies, weil in den letzten Jahren als Folge der Sparmassnahmen nur Sicherheitskontrollen und kleinere Reparaturen hätten ausgeführt werden können. Ab und an hätten aber auch Spielgeräte ersatzlos abgebaut oder durch andere Geräte ersetzt werden müssen.

Für die Exekutive ist deshalb klar, dass die Spielplätze nur dann in Schuss gehalten werden können, wenn das Budget aufgestockt werde. Gute Erfahrungen mit Sponsoring in diesem Bereich hat Burgdorf längst gemacht. Der neu gestaltete Kinderspielplatz im Stadtpark neben dem Änteliteich ist mehrheitlich mit Sponsorengeldern finanziert worden.

Ein spezielles Konzept

Der Gemeinderat macht dem Parlament folgenden Vorschlag: Damit geklärt werden könne, wie ein Ausbau der Spiel- und Freizeitanlagen der Stadt gestaltet werden könnte, müsse ein Konzept erarbeitet werden. Dieses habe die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen sowie von Menschen mit einem Handicap zu berücksichtigen. Dabei müsse auch die Frage der Finanzierung geklärt werden.

Das Konzept soll in Zusammenarbeit mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit Burgdorf (Jubu) erstellt werden. Zum einen, weil der Gemeinderat in seiner Legislaturplanung auch festgelegt hat, dass die Stadt «insbesondere mit attraktiven Räumen für Kinder und Jugendliche» ausgestattet werden solle.

Zum anderen werde die Jubu ein Sozialraumkonzept für die Stadt erstellen. Deshalb beantragt die Exekutive dem Stadtrat, diesen Punkt des Auftrags der SP-Fraktion gutzuheissen.

Nichts wissen will der Gemeinderat von drei Forderungen betreffend Geräteunterhalt: Dem Parlament soll eine Kostenaufstellung präsentiert werden, die aufzeige, wie viel Geld nötig sei, um den Unterhalt und den Ersatz der Spielgeräte garantieren zu können. Zudem solle aufgezeigt werden, wie diese Kosten gedeckt werden könnten.

Die SP möchte auch prüfen lassen, ob Geld gespart werden könnte, wenn der Unterhalt der Geräte durch Externe statt durch Stadtangestellte erfolgen würde. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.05.2018, 08:20 Uhr

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