Wangen an der Aare

Städtli komplett in Dimitri-Hand

Wangen an der AareNach den Hutters und Wi(e)dmers geht das Nomen-est-omen-Festival ab Freitag mit den Dimitris in die dritte Runde. Für den Stargast aus dem Tessin, Clown Dimitri, hat Kurator und Festivalinitiant Rolf Walker keine Kosten und Mühen gescheut.

Clown Dimitri, das Aushängeschild des Nomen-est-omen-Festivals 2013, kommt  mit Frau Gunda und seinen zwei Töchtern nach Wangen.

Clown Dimitri, das Aushängeschild des Nomen-est-omen-Festivals 2013, kommt mit Frau Gunda und seinen zwei Töchtern nach Wangen. Bild: Daniel Fuchs

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In Wangen an der Aare steht auch in diesem Jahr für einen Monat lang wieder alles im Zeichen eines einzigen Namens. Bereits zum dritten Mal geht das Festival Nomen est omen über die Bühne – mit Künstlern, die alle eine Gemeinsamkeit haben: Sie tragen den gleichen Vor- oder Nachnamen.

Nach den Hutters zur Premiere und den Wi(e)dmers im Vorjahr steht heuer der Name Dimitri im Zentrum. Bei diesem Namen klingelt es bei allen Kulturinteressierten in der Schweiz. Stellen doch die Dimitris eine der bekanntesten Künstlerfamilien des Landes. Ganz bestimmt nicht fehlen darf deshalb Clown Dimitri aus Verscio TI. Dieser spielt im Salzhaus Highlights aus seiner 55-jährigen Karriere.

Doch wie ist es Festivalkurator Rolf Walker gelungen, diesen für das Festival Nomen est omen zu gewinnen? Mithilfe seiner Tochter, ist die Antwort. Sängerin Nina Dimitri war im letzten Jahr bereits am Festival zu Gast und trat dort im Schlosskeller auf. Bei einem Gespräch nach der Aufführung machte Rolf Walker Ernst: «Ich fragte Nina Dimitri, ob sie nicht ihren Vater überzeugen könnte, im nächsten Jahr am Festival teilzunehmen.»

Hohe Gage für Clown Dimitri

Um den berühmten Clown nach Wangen zu holen, durfte Rolf Walker keine Kosten und Mühen scheuen. Mit 8500 Franken Gage ist Dimitri von allen Künstlern, die bisher am Wanger Festival aufgetreten sind, der teuerste. «Für Dimitri brauchen wir daher unbedingt ein ausverkauftes Salzhaus», stellt Rolf Walker klar. Sonst müsste der Trägerverein für diesen Anlass am Ende finanziell drauflegen. Und dies war bisher noch nie nötig: «Am Ende stand immer eine schwarze Null», freut sich Walker. Und der Festivalinitiant ist guter Dinge: 400 Leute passen ins Salzhaus, über 100 Reservationen sind bereits eingegangen.

Clown Dimitri kommt aber nicht alleine ins Aarestädtli. Neben Frau Gunda, die mit ihm zusammen in der Städtligalerie im Gemeindehaus ausstellt, bringt der Tessiner Künstler auch seine beiden Töchter Masha und Nina Dimitri mit. Die Schauspielerin und Regisseurin Masha Dimitri tritt mit ihrem Soloprogramm «Sala di prova» auf, während ihre Schwester für «Concerto Rumoristico» mit Silvana Gargiulo auf der Bühne steht.

Für die musikalische Untermalung sorgen das Dimitri Howald Trio mit seinen Jazzstandards und Sänger Dimitri Käch mit seiner Jura Dimitri Band.

Pflanzen schmücken Städtli

Mitten in Wangen laufen die Vorbereitungen für das diesjährige Festival wenige Tage vor der Eröffnung am Freitag auf Hochtouren. Zu sehen ist dies in erster Linie am Dimitriweg. Dieser führt unter anderem durch den Schlossgarten, an der Krone, dem Gemeindehaus und dem Salzhaus vorbei zur reformierten Kirche und hat mehrere interessante Ausstellungen im Angebot. Besonders eindrücklich: Dem bulgarischen Künstler Dimitri Vojnov können die Besucher in seinem Atelier im Howald-Gebäude (altes Rössli) direkt beim Arbeiten über die Schulter schauen. Weitere Namensvetter, die auf dem Dimitriweg ihre Kunst präsentieren, sind Dimitri Deletaris und Frank Dimitri Etienne. Ausserdem schmücken auch in diesem Jahr wieder grosse Topfpflanzen das Bild im Städtli – 35 an der Zahl.

Wer im kommenden Jahr seinen Namen für das Festival hergibt, will Rolf Walker noch nicht verraten. Nur so viel ist schon jetzt klar: Auch 2014 wird wieder ein «Nomen est omen» stattfinden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.06.2013, 10:04 Uhr

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