Langenthal

Spektakel mit Power und Rhythmus

Langenthal470 Mitwirkende sorgten für eine sprühende Show mit Musik, Parade und Tanz. Entzündet wurde die explosive Mischung am 5. Powwow Oberaargau in der Eishalle Schoren. Als Aushängeschild wirkte das Spiel der Kantonspolizei Bern mit.

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Samstagabend: Sommerliche Temperaturen und 470 Mitwirkende heizen den 1200 Zuschauern in der Arena der Eishalle Schoren ein. Das 5. Powwow überzeugt als choreografisches Gesamtwerk mit regionalen und national bekannten Musik- und Tanzformationen. Eindrücklich die Kombination und das Verschmelzen verschiedener musikalischer Stilrichtungen.

Wo sonst als am Powwow tanzen Streetdancer zu einem klassischen Orchester, vermischen sich Berner Trachten, schottische Kilts und lila Uniformen oder legen Dorfmusikanten einen Twist aufs Parkett?

Alte Tradition

Ursprünglich ist ein Powwow ein traditionelles Volksfest der nordamerikanischen Indianer. Bis heute sind Musik und Tanz wichtige Aspekte dabei, Menschen zusammenzuführen und Freude zu erleben. Das zeigt auch das Powwow in Langenthal, welches seit 2007 im Zweijahresrhythmus wiederholt wird.

Für einen beschwingten Auftakt sorgt die Guggenmusik Blächsuger, die sich zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum abenteuerlustig zeigt und zusammen mit dem Dance Center Langenthal auftritt. Zum Mitklatschen animiert die rassige Hallenshow der Jugendmusik und Musikgesellschaft Oftringen-Küngoldingen.

Mit Parademusik und Kreativität sorgt die Showband.ch einmal mehr für Furore. Ein atemberaubendes Feuerwerk, sprühend vor Ideen und Temperament, reisst das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Die packende Show vereinbart Musik mit Bewegung, gespickt mit überraschenden Elementen wie Steptanzeinlage, Trompetensolo und Evolutionen im Rückwärtsgehen.

Weisse Federn wippen im Takt der Musik, als die MG Roggwil in neuer Uniform einmarschiert. Mit viel Drive und einem geschickt gewählten Mix zeigt sie, was in einer Dorfmusik steckt. Begleitet von einer Kleinfeldformation des Turnvereins Roggwil geht es «Atemlos» durch die Nacht.

Dudelsack und Berner Marsch

Gemeinsam mit der MG Inkwil spielen die einheimischen Pipes and Drums of Auld Bernensis den Berner Marsch und ein schottisches Medley. Mit dem imposanten Aufmarsch der Massed Pipes and Drums, bestehend aus mehreren Schweizer Bands, ertönt «The Green Hills of Tyrol». Die 30 Pipes und 20 Drums bieten ein eindrückliches Bild und geben die unvergleichliche Military-Tattoo-Atmosphäre wieder, etwa mit einem schönen Arrangement von «Amazing Grace».

Für ein klassisches Highlight sorgt das Ensemble La Pianta der Oberaargauischen Musikschule, geleitet von Rainer Walker. Zu den Musicalmelodien von «Hairspray» und «The Rock» zeigt das Dance Center harmonisch choreografierte Balletteinlagen und Street Dance. Sowohl die vorbildliche musikalische Qualität als auch die attraktive Erscheinung machen das Spiel der Kantonspolizei Bern zu einem Aushängeschild. Das 60-köpfige Musikkorps begeistert mit Jodelgesang, Flügelhornsolo oder rockigen Rhythmen wie «Smoke on the Water».

Finale mit «Celtic Crest»

Kurz vor Mitternacht, wirkungsvoll inszeniert mit dem rhythmischen Auftakt der Trommel, der irischen Flöte und dem klagenden Ton des Dudelsackes, endet das musikalisch-tänzerische Spektakel. Die Hymne «Celtic Crest» des Basel Tattoo erzeugt Gänsehautfeeling bei Mitwirkenden, beim Publikum und sicher auch beim souveränen Moderator Denis Moser, welcher das «Grande Orchestra» dirigiert, begleitet von stehenden Ovationen.

Anschliessend trifft man sich in der Arena. In der Schlange vor der Bar wartet auch Susanne Flückiger, die mit einem Panflötensolo bezaubert hat. «Mir gefallen das Miteinander und die Atmosphäre. Gerade die Kapo Bern war super», sagt die Roggwiler Musikantin. Glücklich ist auch Monika Häfeli aus Niederbuchsiten, die bei den Swiss Highland Pipers Zug spielt: «Die Faszination für den Dudelsack habe ich während meiner Schottlandreisen entdeckt. Umso schöner ists, hier am Powwow mit der Massed Band gemeinsam aufzutreten», sagt sie. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.06.2015, 16:54 Uhr

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