Sumiswald/Huttwil

Slow-up: Nur ein Umweg führt nach Sumiswald

Sumiswald/HuttwilWeil am Slow-up vom 9. September die Dampfbahnfahrten ins Wasser fallen, ist das ÖV-Angebot zwischen Sumiswald und Huttwil quasi inexistent. Lange Umwege sind die Folge.

Freie Bahn: Am Slow-up vom 9.September haben Velo- und Rollschuhfahrer die Strassen für sich. Sie müssen sich aber auf ein eingeschränktes ÖV-Angebot zwischen Sumiswald und Huttwil einstellen.

Freie Bahn: Am Slow-up vom 9.September haben Velo- und Rollschuhfahrer die Strassen für sich. Sie müssen sich aber auf ein eingeschränktes ÖV-Angebot zwischen Sumiswald und Huttwil einstellen. Bild: Marcel Bieri

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Sie war eine der Hauptattraktionen an den vergangenen Austragungen des Slow-up Emmental-Oberaargau: die Emmentalbahn. Sie nahm jeweils Bahnfans und Interessierte mit auf eine nostalgische Fahrt zwischen Sumiswald und Huttwil. Die Dampfloks erfüllten jedoch nicht nur den Zweck der Unterhaltung: Sie sorgten auch dafür, dass die Teilnehmer bequem zwischen den Gemeinden Sumiswald und Huttwil hin- und herpendeln konnten.

Dieses Jahr fallen die Fahrten mit der Dampfbahn aus. Grund: Die Bahnstrecke ist seit Anfang dieses Jahres gesperrt. Die Genossenschaft Museumsbahn Emmental möchte den Streckenabschnitt Sumiswald–Huttwil von der BLS übernehmen und ab nächstem Jahr in Eigenregie betreuen. Klappt dies, stehen den Fahrten der Dampfbahn in Zukunft nichts mehr im Weg. Die Museumsbahn hofft, dass die Verhandlungen bis Ende Jahr abgeschlossen sind.

Umweg über Langenthal

Dass die Emmentalbahn am Slow-up vom 9.September nicht verkehrt, hat nun zur Folge, dass die Teilnehmer, die von Sumiswald nach Huttwil fahren möchten (oder umgekehrt), Umwege in Kauf nehmen müssen. Weil wegen der gesperrten Kantonsstrasse keine Busse verkehren, müssen die ÖV-Kunden auf die S-Bahn umsteigen und damit Umwege über Langenthal und Burgdorf in Kauf nehmen.

Ein Wermutstropfen

Hans Haslebacher, neuer Präsident des Slow-up Emmental-Oberaargau, bezeichnet das stark eingeschränkte ÖV-Angebot zwar als «kleinen Wermutstropfen». Der BLS macht er jedoch keinen Vorwurf. «Die Verantwortlichen haben bis zuletzt nach einer Lösung gesucht. Es gab aber keine, die finanziell vertretbar gewesen wäre.» Der OK-Präsident hofft nun darauf, dass die Dampfbahn nächstes Jahr diese Lücke wieder schliesst.

Viel wichtiger als die Pendlerfahrten zwischen Huttwil und Sumiswald ist für Haslebacher ohnehin, dass die Anreise zu den beiden Hauptaustragungsorten gesichert ist. Und das ist auch der Fall: Mit der S-Bahn sind Huttwil und Sumiswald jederzeit erreichbar.

Letztes Jahr konnte der Slow-up Emmental-Oberaargau einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. 31500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren damals mit Fahrrad, Flyer oder Inlineskates auf den gesperrten Strassen unterwegs. Haslebacher rechnet damit, dass der Anlass dieses Jahr bei gutem Wert ähnlich viele Menschen anlockt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.08.2012, 07:31 Uhr

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