Langenthal

SBB rüsten Bahnhof Langenthal für 41 Millionen auf

LangenthalDie SBB erneuern ab nächster Woche Perrons am Bahnhof Langenthal. Zudem müssen auch technische Anlagen ersetzt werden. Noch nicht erhöht wird allerdings der wichtigste Perron: Jener von Gleis 2 und 3.

Der Perron von Gleis 21/22 sowie von Gleis 1 wird dieses Jahr erhöht.

Der Perron von Gleis 21/22 sowie von Gleis 1 wird dieses Jahr erhöht. Bild: Robert Grogg

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Die SBB tätigen erste Investitionen in die Modernisierung des Bahnhofs Langenthal: Ab dem 3.Juni bis Oktober werden der Perron von Gleis 1 und der «Zungenperron» von Gleis 21/22 erhöht. Dies erlaube künftig stufenfreies Einsteigen in die Niederflurzüge, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Während des Umbaus der Perrons bleiben diese Gleise jeweils gesperrt.

Ab Anfang 2014 erneuert die Bahnbetreiberin auch die technischen Anlagen: Die beiden alten Stellwerke im Personen- und Güterbahnhof müssen ersetzt werden (siehe Kasten). Gleise, Weichen und Signale im Personen- und Güterbahnhof werden ebenfalls erneuert. Im Herbst 2015 gehen die neuen Stellwerke in Betrieb, die Abschlussarbeiten dauern bis im Frühling 2016.

Aufgrund des dichten Bahnverkehrs tagsüber müssen die SBB gewisse Arbeiten aus Sicherheitsgründen nachts vornehmen. «Wir bitten die Anwohner um Verständnis», sagt SBB-Mediensprecher Christian Ginsig: «Wir rechnen im Schnitt mit fünf Nächten pro Woche, was aber abhängig ist vom Baufortschritt.»

Kosten von fast 41 Millionen

Die Projektkosten belaufen sich gemäss Medienmitteilung auf 40,7 Millionen Franken. Die Gelder stammen aus der Leistungsvereinbarung, mit der Bund und SBB jeweils periodisch aushandeln, wie viel öffentliche Mittel für welche Infrastrukturprojekte investiert werden können.

Den Mittelperron Gleis 2 und 3 werden die SBB erst zu einem späteren Zeitpunkt erhöhen, in Abstimmung mit der Verbreiterung der Personenunterführung, welche die Stadt Langenthal im Rahmen des Agglomerationsprogramms vorsieht. Das Gleiche gilt im Übrigen für den Perron von Gleis 23, das sich direkt an der Eisenbahnstrasse befindet und wo der Zug Richtung Huttwil fährt.

Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) nimmt die Pläne der SBB aus zweierlei Hinsicht zufrieden zur Kenntnis: Einerseits sei der Ausbau für die Stadt erfreulich und zeige die Bedeutung des Bahnhofs Langenthal auf. Andererseits wertet er es als positiv, dass «die SBB mit dem Ausbau des Perrons Gleis 2 und 3 zuwarten und dies mit dem Aggloprogramm koordinieren». Die Stadt erhofft sich aus dem Aggloprogramm einen namhaften Beitrag zur Modernisierung des Bahnhofareals. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.05.2013, 07:54 Uhr

Stellwerktechnik

Der Bahnhof Langenthal verfügt im Personen- und Güterbahnhof über zwei Stellwerke des Typs Domino 55. Beide Anlagen erreichen das Ende ihrer Lebensdauer. Das Stellwerk im Personenbahnhof ist nicht fernsteuerbar und erfüllt damit gemäss Medienmitteilung der SBB die künftigen Anforderungen nicht mehr. Denn um die stetig steigende Zahl von Zügen gewohnt pünktlich an ihr Ziel zu dirigieren, müssen die SBB Weichen, Signale und Barrieren schweizweit von vier regionalen Betriebszentralen fernsteuern können; im Falle Langenthals ab der künftigen «Betriebszentrale Mitte» in Olten. Mit Stellwerken bedienten die SBB auf ihrem Schienennetz Weichen, Signale und Barrieren für täglich etwa 10000 Züge. «Damit diese Züge sicher an den richtigen Ort gelangen, sind jeden Tag eine halbe Milliarde Schaltvorgänge nötig», schreiben die SBB.

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