Oberburg

Produziert wird wieder fast ohne Einschränkungen

Oberburg21 Stunden nach dem Brandausbruch in der Giesserei Hegi lief der Betrieb am Donnerstag wieder auf vollen Touren. Vom Feuer verwüstet wurde die Abteilung Modellbau. Warum es gebrannt hat, wird immer noch untersucht.

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Die zahlreichen roten Schlauchleitungen, die am Mittwochmittag von der Feuerwehr auf dem Areal der Giesserei Hegi AG angelegt wurden, sind verschwunden. Rauchgeschwärzt ist das Nebengebäude, in welchem sich die Abteilung Modellbau befindet.

Gearbeitet wird in diesem Teil der Fabrik nicht. Hier war der Brand am Mittwoch kurz vor 11 Uhr ausgebrochen. Das Gebäude bleibt gesperrt, bis die Spezialisten des Dezernats Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern ihre Arbeit beendet und die Ursache für das Feuer eruiert haben.

An­dré Wössner, der Geschäftsleiter der vor 149 Jahren gegründeten Giesserei, lobt den Einsatz der Feuerwehren von Oberburg, Burgdorf und Kirchberg, der Berufsfeuerwehr Bern, der Kantonspolizei Bern und aller in den Fall involvierten Amtsstellen.

Bereich ist ausgelagert

Wann die Modellbauer, welche die Formen für die zu giessenden Werkteile herstellen, wieder einziehen können, kann Wössner nicht sagen. Möglich sei, dass für die betroffenen Personen betriebsintern ein Arbeitsplatz eingerichtet werden könne.

Bis es so weit sei, bestünden Lösungen mit zuverlässigen Partnern in der Region, «mit denen wir schon länger zusammenarbeiten. Sie sind informiert und stehen Gewehr bei Fuss.»

Einen Tag nach dem Brand in seinem Betrieb gehe es ihm so weit gut, sagte Wössner am Donnerstag auf Anfrage. Zufrieden ist er zum einen, weil beim Brand niemand verletzt wurde. Denn mehrere Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im betroffenen Gebäude aufgehalten hatten, konnten ins Freie flüchten. Sie wurden vor Ort durch ein Ambulanzteam untersucht.

Zum anderen halte sich der Schaden in der Produktion in Grenzen. Dies, weil die Modellbauabteilung in einem Nebentrakt der Giesserei untergebracht ist. Die eigentliche Fa­brikation findet dagegen im Hauptgebäude der Hegi AG statt, das beim Brand unversehrt geblieben ist. Trotzdem war am Mittwochmittag der Strom ausgeschaltet worden.

Gut gefüllte Auftragsbücher

Um 8 Uhr konnte der Traditionsbetrieb an der Emmentalstrasse seinen Betrieb am Donnerstag wieder aufnehmen. «Die Produktion läuft seitdem wieder zu 100 Prozent», betonte der Giessereifachingenieur, der die Firma im Jahr 2006 gekauft hatte.

Zuvor gehörte diese während fünf Generationen der Familie Hegi. Gemessen am entstandenen Schaden, sei die Vollproduktion nach so kurzer Zeit nicht selbstverständlich.

«Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Kunden rechtzeitig bedienen können. Das ist unser oberstes Ziel», sagte Wössner. Der Brand treffe sein Unternehmen zu einem wirklich ungünstigen Zeitpunkt, «denn wir haben eine gute Auslastung».

Die Abwertung des Schweizer Frankens habe sich positiv auf den Bestellungseingang ausgewirkt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.11.2017, 18:22 Uhr

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