Lützelflüh

Nun geht auch der Denner zu

Lützelflüh Achtzehn Jahre lang führte Rudolf Beer den Denner in Lützelflüh. Nun hört er auf und fokussiert sich auf sein Geschäft im Bärau.

Ende Juni stehen auch diese Räumlichkeiten leer.

Ende Juni stehen auch diese Räumlichkeiten leer. Bild: Thomas Peter

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Auf Ende Juni wird der Denner in Lützelflüh geschlossen. «Aus wirtschaftlichen Gründen», erklärt Rudolf Beer, der das Geschäft auf eigene Rechnung führt. Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht, aber die Zahlen würden für sich sprechen. Denn die Kundenfrequenz habe in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Beer führt dies zu einem Teil auf die Neueröffnung von Migros und Denner in Hasle vor sechs Jahren zurück. Ebenfalls als Negativpunkte nennt er die fehlenden Parkplätze vor seinem Geschäft und die Tatsache, dass der Laden alt ist und eine Sanierung dringend nötig wäre.

Von Vater übernommen

Besonders schlimm für ihn sei, dass er vier von fünf Angestellten kündigen musste, so Beer. «Eine Mitarbeiterin kann ich jedoch in Bärau weiterbeschäftigen.» Denn Beer wird sich fortan auf das Geschäft im Schärischachen, dass sich im selben Gebäude wie der Grossverteiler Ottos befindet, konzentrieren. Dieses hat er vor rund fünf Jahren von seinem Vater Hanspeter Beer übernommen.

Vater und Sohn führten bis vor achtzehn Jahren gemeinsam ein Lebensmittelgeschäft neben der Kniematte in Langnau. Dann eröffnete Rudolf Beer den Denner in Lützelflüh; Hanspeter Beer jenen in Bärau. Nach den beiden Neueröffnungen wurde der Laden in Langnau geschlossen.

Beer betont, dass auch der Denner in Bärau in die Jahre gekommen sei. Nun sollen im Juli neue Böden verlegt, die Wände frisch gestrichen und die alten Regale ausgewechselt werden. «Für mich ist die Sanierung wie ein Neuanfang», sagt Rudolf Beer.

«Wie es mit den leer werdenden Räumlichkeiten in Lützelflüh weitergeht, ist noch offen», sagt Liegenschaftsbesitzer Michael Fuhrer, Inhaber des gleichnamigen Bauateliers in Lützelflüh. Er sei derzeit daran, ein Konzept auszuarbeiten.

Drei Geschäfte weniger

Der Denner ist nicht das einzige Geschäft, das am 30. Juni seine Türen schliesst. Auch die Landi geht an diesem Tag zu, und nur eine Woche später steht Hans Wüthrich zum letzten Mal in seiner Drogerie hinter dem Ladentisch (wir berichteten). Innert weniger Tage verliert das Gotthelfdorf drei Geschäfte.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 22.06.2018, 16:15 Uhr

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