Lauperswil

Nach dem Holzbau der Kirchgang

LauperswilDie Freikirche will künftig nicht nur in Burgdorf Gottesdienste anbieten, sondern auch im oberen Emmental. Dafür will die Pfimi der Gemeinde in Zollbrück ein Stück Land abkaufen.

Die Pfimi Burgdorf (auf dem Bild während eines Familiengottesdienstes) möchte ins obere Emmental expandieren.

Die Pfimi Burgdorf (auf dem Bild während eines Familiengottesdienstes) möchte ins obere Emmental expandieren. Bild: Andreas Marbot

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Es ist nicht so, dass die Christen im oberen Emmental keine Wahl hätten, wo sie die Gottesdienste besuchen wollen. Neben der reformierten und der katholischen Landeskirche existiert in der Region eine grosse Vielfalt an Freikirchen. Es gibt die evangelisch-methodistische Kirche, drei verschiedene Täufergemeinden, die Heilsarmee, das Evangelische Gemeinschaftswerk und die Be­wegung Plus.

Trotzdem will jetzt auch die Pfimi Burgdorf im oberen Emmental ansässig werden. Dies ist dem Infoblatt der Gemeinde Lauperswil zu entnehmen. Denn der Gemeinderat hofft, dass ihm die Stimmbe­rechtigen an der Gemeindeversammlung von heute Donnerstagabend die Kompetenz er­teilen, ein Stück Land zu ver­kaufen.

Es handelt sich dabei um den nördlichen Teil einer Parzelle hinter der Curlinghalle in Zollbrück. Für 110 Franken pro Qua­dratmeter sollen 5000 Quadratmeter den Besitzer wechseln.

Es ist allerdings nicht die Pfimi allein, die das Landstück er­werben will, sie möchte es zusammen mit Simon Wüthrich kaufen. Der Langnauer führt einen Holzbaubetrieb. «Ich habe im Sinn, in Zollbrück eine Halle aufzu­stellen», sagt er zu seinen Plänen.

An den Wochentagen würde er diese tagsüber für Holzbauarbeiten nutzen, abends und an den Wochenenden würde die Pfimi Burgdorf darin ihre Gottesdienste und andere Veranstaltungen anbieten.

Kein Konkurrenzkampf

Sämi Truttmann, leitender Pastor der Pfimi Burgdorf, erklärt die Expansionspläne damit, dass seine Freikirche in den letzten Jahren immer grösser geworden sei. Zudem verzeichne sie schon länger einen Zulauf an Leuten aus dem oberen Emmental.

«Wir hatten schon lange gedacht, dass es cool wäre, wenn diese Leute die Kirche im Dorf hätten und die Familien mit Kindern und Jugendlichen ihren Glauben dort leben und teilen könnten, wo sie wohnen», sagt der Pastor.

Die Frage, ob bestehende Freikirchen das neue Angebot als Konkurrenz empfinden, verneint Truttmann entschieden: «Man freut sich auf die Belebung.» Denn alle Kirchen hätten schliesslich das gleiche Ziel: «Wir wollen ein lebendiges Christsein hinaustragen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.12.2017, 13:58 Uhr

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