Bätterkinden

Mann bei Brand in Lagerhalle verletzt

BätterkindenGrosseinsatz im Industriequartier Kräiligen bei Bätterkinden: Um 15.40 Uhr erhielt die Feuerwehr die Meldung, dass eine Lagerhalle brennt. Eine Person wurde verletzt, die Halle ist weitgehend zerstört.

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Rund 70 Feuerwehrleute standen am Mittwochnachmittag im Kräiliger Industriegebiet im Einsatz. Der Grund: Um 15.40 Uhr ging die Meldung ein, dass eine Lagerhalle in Flammen steht. Bereits zwei Minuten später sei der erste Feuerwehrmann vor Ort gewesen, erklärte Einsatzleiter Thomas Binz gestern Abend am Telefon.

Beim Brand wurde gemäss Kantonspolizei Bern eine Person verletzt, laut ersten Erkenntnissen nicht lebensgefährlich. Ob das Opfer durch den Rauch oder durch das Feuer zu Schaden kam, wollte Polizeisprecherin Simona Benovici nicht sagen. Auch zur Frage, ob sich zum Zeitpunkt des Brandes jemand in der Halle befand, gibt es keine Informationen.

Übergreifen verhindert

Im Einsatz standen die Feuerwehren Untere Emme, Kirchberg, Burgdorf sowie die Berufsfeuerwehr Bern. Sie hatten laut Einsatzleiter Binz den Brand zwar schnell im Griff, die Halle wurde aber trotzdem weitgehend zerstört. Die Einsatzkräfte konnten jedoch verhindern, dass die Flammen auf die direkt danebenstehende, grössere Halle übergriff. Nach ersten Erkenntnissen ebenfalls nicht betroffen ist die in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Biogasanlage.

Den Brandbekämpfern in die Hände gespielt hat auch die Windlage: Der Ostwind blies das Feuer vom Gaskraftwerk weg. Thomas Binz fügte jedoch hinzu, dass die Biogasanlage auch bei einer anderen Windrichtung nicht unmittelbar gefährdet gewesen wäre. «Der Einsatz hätte sich allerdings schon etwas schwierig gestaltet.»

Stahlgerippe übrig

Um 17.30 Uhr, rund zwei Stunden nach dem Alarm, war auf dem Brandplatz keine Hektik mehr auszumachen. Dutzende von erschöpften Feuerwehrmännern erholten sich von den Strapazen, die Brandermittler der Polizei versuchten bereits, erste Erkenntnisse über die Brandursache zu gewinnen. Ein Ambulanzfahrzeug des Spitals Emmental stand auf Pikett. Auf einer Drehleiter stehend, spritzten die Feuerwehrleute Wasser auf die letzten Glutnester, daneben dröhnte ein Gebläse. Ab und zu drang beissender Rauch in die Nase, eine Rauchsäule war keine mehr zu sehen.

Noch um 20 Uhr konnte die Feuerwehr die total ausgebrannte Halle, von der nur noch das Stahlgerippe steht, nicht betreten. «Wir sichern nun die Konstruktion, damit wir reinkönnen», sagte Thomas Binz. Herausfordernd für die Feuerwehr war laut dem Einsatzleiter der Umstand, dass man nicht genau gewusst habe, was sich in der Halle befindet, etwa Gas oder Lösungsmittel.

Die Lagerhalle an der Industriestrasse wurde laut dem Einsatzleiter der Feuerwehr von zwei Unternehmen genutzt: von der Zumstein Maschinen AG und von der Ruch Transporte GmbH. Erstere handelt mit Landmaschinen und hat gemäss der Firmenhomepage ihren Hauptsitz im gleichen Quartier. Letztere ist in Utzenstorf ansässig, hat aber ihre Verwaltung und die Disposition nach Kräiligen ausgelagert. Laut Kapo Bern befanden sich im Gebäude mehrere landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge.

Vom Brand betroffen war auch der Verkehr: Die Polizei riegelte Kräiligen weiträumig ab, Automobilisten wurden bereits ab dem Dorfkreisel im Bätterkinder Zentrum an der Weiterfahrt Richtung Kräiligen gehindert. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.07.2014, 17:16 Uhr

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