Röthenbach

Huskyfarm-Besitzer: «Nun werden Köpfe rollen»

RöthenbachAm Dienstag beschlagnahmte der Berner Veterinärdienst 34 Huskys von seiner Farm in Röthenbach. Nun reagiert der Besitzer auf Facebook.

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Telefonisch war der Huskyfarm-Besitzer aus Röthenbach am Dienstag nicht mehr zu erreichen. Jetzt wird auch klar wieso: Der Mann hält sich zurzeit in Skandinavien auf. Das schreibt er jedenfalls auf Facebook. In einem Beitrag reagiert er auf die Nachricht, dass der Berner Veterinärsdienst am Dienstag 34 Huskys auf seinem Hof beschlagnahmt hatte.

Sein Aufenthalt in Skandinavien hat einen direkten Zusammenhang mit seinen Tieren. Er will im hohen Norden einen neuen Platz für sich und seine Huskys suchen. «Heute haben wir unser Traumhaus gefunden und morgen werden die Verträge gemacht», schreibt er.

Die Behörden warfen ihm stets vor, dass er seinen Huskys auf seiner Farm zu wenige Bewegungsmöglichkeiten gewährte. Laut seiner Darstellung war er bemüht, diese Vorgaben zu erfüllen. «Ich hatte mich an sämtliche Verfügung gehalten, suchte Lösungen und auch Tierpfleger.»

Ausserdem hätten die Behörden über seinen Auswanderungspläne Bescheid gewusst. «Das Veterinäramt wurde informiert, dass wir die Schweiz so schnell wie möglich verlassen werden», schreibt er. Auch, dass er sich zurzeit im Ausland aufhalte, hätten die Behörden gewusst und deshalb ausgerechnet in diesem Moment zugeschlagen.

Von seinen Facebook-Freunden erhält der Huskyfarm-Besitzer viel Zuspruch und aufmunternde Worte, auch wenn sein letzter Satz klingt wie eine Drohung: «Nun haben wir was gefunden und nun werden Köpfe rollen...»

Huskys sollen verkauft werden

Die 34 Huskys befinden sich derzeit im Kompetenzzentrum Veterinärsdienst und Armeetiere in Schönbühl. Der Berner Veterinärsdienst setzte mit der Beschlagnahmung der Tiere ein Bundesgerichtsurteil um.

Die Behörden wollen nun zuerst die Besitzerverhältnisse klären. Dann sollen die Huskys verkauft werden. (qsc)

Erstellt: 05.09.2018, 07:17 Uhr

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