Hettiswil

Häuser am Wald nicht bewilligt

HettiswilEine geplante Überbauung darf nicht realisiert werden, weil der Kanton eine Beschwerde gutgeheissen hat. Die Gemeinde Krauchthal ist enttäuscht.

Auf dieser Grünfläche hätte eine weitere Überbauung Platz gehabt, der Antrag wurde jedoch abgelehnt.


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In Hettiswil darf vorderhand das letzte vorhandene, freie Filetstück nicht bebaut werden. Rechts der bestehenden Überbauung Berg und oberhalb der Grauensteinstrasse wäre entlang der Waldgrenze der Bau von ­mehreren Einfamilienhäusern geplant gewesen. Im Dezember 2013 hatte die Gemeindeversammlung das Gebiet von der Landwirtschafts- in die Wohnzone 2 überführt. Erlaubt gewesen wären demnach zweigeschossige Häuser. Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) genehmigte die Teilrevision der Ortsplanung im April 2014.Gegen diesen Entscheid wurde bei der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) Beschwerde geführt.

«Kein Wachstum möglich»

Die JGK hat dieser Beschwerde mit Entscheid von Anfang November 2016 vollumfänglich zugestimmt und damit das AGR überstimmt. Wie die Gemeinde Krauchthal in einer Mitteilung schreibt, habe man den Entscheid nach der langen Ver­fahrenszeit mit «Erstaunen und Unverständnis» zur Kenntnis genommen. Die Grundeigentümer und die Gemeinde verzichteten auf einen Weiterzug, wie es in der Mitteilung heisst.

Auf Nachfrage bedauert Gemeindepräsident Claude Sonnen, «dass damit ein moderates Wachstum des Ortsteils Hettiswil im Moment verunmöglicht wird». Man habe verschiedene Begehungen mit der Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder gegeben. «Am Schluss sah es gar nicht schlecht aus», sagt Sonnen.

Bemängelt wurden die ÖV-Erschliessung sowie die Verletzung des Orts- und Landschaftsbildes. «Wir werden nun zusammen mit den Grundeigentümern den JGK-Entscheid analysieren und schauen, ob und wie man die Parzellen bebauen könnte.» (phm)

Erstellt: 09.12.2016, 14:58 Uhr

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