Emmental

Ein nasskalter Saisonauftakt

EmmentalDer Saisonstart der Emmentaler Freibäder vergangenen Samstag fiel sprichwörtlich ins Wasser. Trotz Regen und kühlen Temperaturen wagten sich einige Mutige ins Wasser – dank geheizten Schwimmbecken.

Gähnende Leere im Freibad Langnau: Hier wagten sich nicht einmal die Behörden ins Wasser. Dafür war laut Bademeister das Hallenbad am vergangenen Samstag gut besucht.

Gähnende Leere im Freibad Langnau: Hier wagten sich nicht einmal die Behörden ins Wasser. Dafür war laut Bademeister das Hallenbad am vergangenen Samstag gut besucht. Bild: Hans Wüthrich

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Es regnet in Strömen. Die Lufttemperatur an diesem Samstagmorgen ist alles andere als früh-sommerlich warm. Kühle 13 Grad – ganz im Gegensatz zu den 30 Grad am Vortag – laden nicht zum Baden ein. Ganz offensichtlich hat Petrus trotz dem Saisonauftakt der regionalen Freibäder kein Einsehen mit den sonnenhungrigen Badegästen. Dafür werden die Eisheiligen in diesem Jahr ihrem Namen gerecht.

Dementsprechend haben es im Koppiger Schwimmbad die Behördenmitglieder und die Betriebsgemeinschaftsvertreter der neun umliegenden Gemeinden nicht eilig, ins Schwimmbecken zu steigen. Immerhin sind fünf von sieben Koppiger Gemeinderäten samt Gemeindeschreiber Peter Kindler gut gelaunt vor Ort. Einige davon stehen unschlüssig herum, zögern noch, sich von ihrem Schirm zu trennen. Andere steigen mutig ins Wasser, allen voran die Koppiger Gemeinderatspräsidentin Ursula Kilchenmann. Sie trägt einen historischen, weiss und rot gestreiften Badeanzug. Auch eine Handvoll Morgenschwimmer ziehen trotz strömendem Regen ihre Runden.

Warmes Wasser dank Solaranlage

Seit nunmehr vier Jahren versuchen die Verantwortlichen des Koppiger Schwimmbads, jeweils zum Saisonauftakt möglichst viele Behördenmitglieder ins Wasser zu locken. Im Gegensatz zu anderen Jahren ist heuer das Wasser bereits zum Saisonbeginn angenehme 21 Grad warm. Das liegt an einer viel gelobten neuen Solaranlage. Doch die Freude hält nicht lange an: Bereits eine halbe Stunde nach Saisoneröffnung herrscht einmal mehr Flaute im Schwimmbassin. Die Lufttemperatur ist noch einmal merklich gesunken. Und die Fortsetzung des lockeren Anlasses im Koppiger Freibad folgt in wärmerer Kleidung im geschützten Restaurantbereich.

Neuer Ort, gleiches Bild: Trotz Gratiseintritt und unentgeltlicher Benutzung der Minigolfanlage zum Saisonauftakt herrscht auch im Freibad Langnau gähnende Leere. Dafür ist die Nachfrage nach Saisonabonnementen, nicht zuletzt wegen der Preisreduktion bis Mitte Mai, umso grösser. Einiges los ist hingegen im angrenzenden Hallenbad Langnau. Laut dem Dienst habenden Bademeister Stefan Baumgartner schätzen die Badegäste die Nähe von Frei- und Hallenbad besonders. Wohl deshalb wagen denn auch Einzelne an diesem Samstag den Sprung ins 21 Grad warme Freibadwasser – um sich danach sofort wieder in die Wärme des Indoorbereichs zu retten.

Nach dem Apéro gehen die Besucher wieder heim

Wie in Koppigen und Langnau ist auch im Freibad Lützelflüh der Saisonstart ins Wasser gefallen. Rund dreissig Personen, darunter Behördenvertreter, huldigen dieses Jahr grossmehrheitlich dem Apéro. Ins 18 Grad kalte, solargeheizte Wasser dagegen getrauen sich nur wenige. Obschon, wie Bademeister Paul Aebi betont, es inzwischen schon Tradition sei, die Badesaison im Wasser zu eröffnen. Nicht so in diesem Jahr: «Nach dem Apéro und dem Kauf des Saisonabonnements haben sich die Leute schnell verabschiedet», erzählt Aebi. So wird denn am Eröffnungssamstag – kaum aufgemacht – die Pforte des Lützelflüher Freibads frühzeitig wieder geschlossen. Eines haben die Verantwortlichen der besuchten Freibäder gemeinsam: Sie hoffen auf einen warmen und langen Sommer. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.05.2012, 07:46 Uhr

Sie traute sich am Samstag als eine der wenigen ins Wasser des Koppiger Freibads: Gemeinderatspräsidentin Ursula Kilchenmann. Und das trotz tiefen 13 Grad Lufttemperatur. (Bild: Hans Wütrich)

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