Drei Brände geben Rätsel auf

Langnau

Geht in Langnau ein Feuerteufel um? Die Frage liegt nahe: Seit Sonntag hat es in der Gemeinde dreimal gebrannt.

Roter Schimmer am dunklen Himmel: In der Nacht auf gestern ging in Langnau ein Schuppen in Flammen auf.

Roter Schimmer am dunklen Himmel: In der Nacht auf gestern ging in Langnau ein Schuppen in Flammen auf.

(Bild: Leserbild Severin Jakob)

Johannes Hofstetter

Es kann ein Zufall sein – oder Absicht: drei Brände in drei Nächten – das ist in Langnau viel Feuer aufs Mal. Zuvor war es wochenlang ruhig gewesen; am 30.Juli eliminierte die Feuerwehr ein überhitztes Heuhäufchen am Strassenrand. In der Nacht auf gestern bekam es der Langnauer Löschtrupp dann aber mit einem echten Brand zu tun: Durch Anwohner alarmiert, rückten die Feuerwehrleute um 0.40 Uhr ins Nidermoos an der Hühnerbachstrasse aus. Dort standen auf einem umzäunten Areal ein Schuppen und ein Wohnmobil in Flammen.

Sowohl das Häuschen als auch der Wagen wurden dabei «vollständig zerstört», wie die Kantonspolizei Bern und Simon Bichsel, der Regierungsstatthalter des Amts Signau, gestern Mittag mitteilten. Menschen seien keine verletzt worden, heisst es in dem Communiqué. 8 Legehennen und über 20 Kaninchen hätten in den Flammen aber ihr Leben gelassen. Die Höhe des Sachschadens ist gemäss der Polizei noch nicht bezifferbar. Spezialisten des Dezernats Brände und Explosionen waren gestern vor Ort, um abzuklären, was das Feuer verursacht haben könnte – oder wer. Denn bemerkenswert ist: Schon am letzten Sonntag hat es in Langnau gebrannt. Und zwar gleich zweimal.

Feuerteufel am Werk?

Das erste Feuer brach laut Kapo-Sprecher Heinz Pfeuti in der Nacht von Samstag auf Sonntag kurz nach Mitternacht aus. Das zweite wurde den Rettungsdiensten am Sonntag um 23.15 Uhr gemeldet. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen kann Kapo-Sprecher Pfeuti nicht sagen, ob in Langnau seit neustem ein Feuerteufel umgeht. «Die Frage nach einer Brandserie kann ich möglicherweise beantworten, wenn die Brandursachen abgeklärt sind. Erst dann lässt sich allenfalls erkennen, ob es zwischen den Vorfällen irgendwelche Übereinstimmungen gibt.»

Berner Zeitung

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