«Die Verlegung ist eine Option»

Ab dem Schuljahr 2020/2021 muss das Bildungszentrum Emme jährlich 300 000 Franken sparen. Welche Folgen das haben wird, weiss die Schulleitung noch nicht.

Es sind Ideen vorhanden: Thomas Wullimann, Direktor des Bildungszentrum, erklärt mögliche Sparansätze.

Es sind Ideen vorhanden: Thomas Wullimann, Direktor des Bildungszentrum, erklärt mögliche Sparansätze. Bild: Thomas Peter

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Im vergangenen Herbst wollte der Grosse Rat im Rahmen seiner Spardebatte auch einem Angebot des Bildungszentrums (BZ) Emme an den Kragen: Die Vollzeitausbildung für Floristinnen an der Gartenbauschule Oeschberg sollte gestrichen werden. Letztlich verzichtete das Parlament auf ­diese Sparmassnahme – auch dank des Einsatzes einiger Emmentaler Grossräte. Trotzdem muss das BZ Emme auf Geheiss des Kantons ab dem Schuljahr 2020/2021 mittels struktureller Anpassungen 300 000 Franken pro Jahr einsparen.

Im Mai weiss man mehr

Am BZ-Emme-Standort in Langnau geht derzeit das Gerücht um, Angebote könnten nach Burgdorf verlagert werden, vor allem die Abteilung Kaufleute/Detailhandel. Thomas Wullimann, Direktor des Bildungszentrums, erklärt: «Wo die 300 000 Franken eingespart werden, ist noch nicht klar. Es sind aber Ideen vorhanden.» Entscheidend sei, wie sich die Schülerzahlen der Brückenangebote entwickeln würden. Die Anmeldefrist laufe bis Kalenderwoche 18. Im Mai wisse man dazu also mehr. «Danach können wir konkrete Massnahmen an die Hand nehmen», sagt Wullimann. Die Langnauer Abteilung Kaufleute/Detailhandel nach Burgdorf zu verlegen, sei dabei eine Option.

Rückläufige Schülerzahlen

«Wir arbeiten zurzeit an einer internen Umstrukturierung.» Eine Frage sei vor allem, wo die Brückenangebote künftig unterrichtet würden. Das berufsvorbereitende Schuljahr ist ein schulisches Brückenangebot für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Anschlusslösung nach dem neunten Schuljahr. «Da es sich dabei um ein Vollzeitangebot handelt, hat das Einfluss auf un­sere Raumbelegung und die Anzahl der Lehrkräfte», erklärt der Schuldirektor.

«Wir arbeiten zurzeit an einer internen Umstrukturierung.»Thomas Wullimann
Direktor BZ Emme

Die Sparmassnahmen des Kantons greifen erst in etwa zweieinhalb Jahren. Somit könne sich das BZ Emme die Zeit dafür nehmen, die geeigneten Lösungen zu suchen. Die Entwicklung der Schülerzahlen werde eine wichtige Rolle spielen. In den letzten Jahren seien diese rückläufig. «Nun hoffen wir, dass sie sich erholen. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits bei den Volksschulen», so Wullimann.

«Den Standort stärken»

Insgesamt sei der Schulstandort Langnau des BZ Emme nicht ­gefährdet, im Gegenteil: «Wir wollen Langnau sogar stärken.» Welche Berufe und Angebote ab Sommer 2020 dort unterrichtet werden, ist aber eben Teil der internen Umstrukturierung.

Am Bleicheweg in Langnau gehen laut Wullimann in diesem Schuljahr etwa 750 Schülerinnen und Schüler zur Schule. Neben dem Brückenangebot und der Vorlehre werden dort Kaufleute, Detailhandels­fachleute, Milchtechnologen, Schreiner und Zimmermänner unterrichtet. Das gesamte BZ Emme wird im laufenden Schuljahr total von über 2500 Schülern in 159 Klassen besucht. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.03.2018, 13:19 Uhr

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