Affoltern

Die Sonne schliesst definitiv

AffolternNoch im Juli war offen, ob trotz des Einbaus von acht Wohnungen in der altehrwürdigen Sonne weiter gewirtet wird. Nun aber ist klar, dass neben dem Saal und den Hotelzimmern auch das Restaurant verschwinden wird.

In der Sonne in Affoltern wird künftig nicht mehr gewirtet: Der Lärm der Gartenterrasse könnte die neuen Bewohner stören.

In der Sonne in Affoltern wird künftig nicht mehr gewirtet: Der Lärm der Gartenterrasse könnte die neuen Bewohner stören. Bild: Thomas Peter

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Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und nun lebt auch die nicht mehr. So zumindest dürften es jene sehen, die sich gewünscht haben, dass die Sonne in Affoltern als Gastrobetrieb weitergeführt wird.

Klar war bereits, dass die Liegenschaft verkauft wird. Das bestätigte ­Inhaber und Wirt Walter Briggen dieser Zeitung im Juli. Auf Kosten des Saales und der 25 Hotelbetten sollen acht Wohnungen entstehen.

Lärm könnte stören

Vor knapp drei Monaten gab Briggen zu Protokoll, dass er das Restaurant im Parterre weiterführen möchte – wenn es sich mit der neuen Nutzung vereinbaren lasse. Das ist nun offenbar nicht der Fall, der Vorbehalt hat sich als zu gewichtig herausgestellt: Der «Unter-Emmentaler» berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der Gastrobetrieb in der dritten Januarwoche eingestellt werden wird.

Grund sei der Lärm, der durch den Restaurationsbetrieb insbesondere auf der Gartenterrasse verursacht werde und die Bewohner stören könnte. Durch die Schliessung des Restaurants wird Raum für eine zusätzliche Wohnung entstehen, die Walter Briggen selbst übernehmen wird.

Zudem sind die Planer vom Vorhaben abgerückt, einen gedeckten Abstellplatz für Autos zu erstellen. Stattdessen soll eine unterirdische Einstellhalle entstehen.

Keine Nachfolge

Nicht wenige Landgasthöfe im Emmental kämpfen ums Überleben. Etliche sind dem Beizen-sterben bereits anheimgefallen – meist, weil sie sich nicht mehr rentiert haben.

Die Entscheidung, die 1931 erbaute und heute als schützenswert eingestufte Sonne zu verkaufen, hat Walter Briggen jedoch nicht aus wirtschaftlicher Not heraus gefällt. Der Betrieb laufe nicht schlecht, sagte er im Sommer, das Hotel sei gut ausgelastet.

Hingegen habe er, der fast 30 Jahre in der Sonne wirtete, keine Nachfolge gefunden. Vor diesem Hintergrund ­habe er die Chance, die sich nun mit dem Umbau bot, nicht verstreichen lassen wollen, so der 55-jährige Briggen. (cbb)

Erstellt: 30.09.2016, 06:16 Uhr

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