Sumiswald/Huttwil

Die Emmentalbahn bleibt länger als geplant im Depot

Sumiswald/HuttwilDie Dampfbahn hätte im September während des Slow-up Bahnfans zwischen Sumiswald und Huttwil hin- und herfahren sollen. Weil aber die Zugstrecke weiter gesperrt ist, bleiben die Dampfloks im Depot.

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Seit Anfang diesen Jahres ist die beliebte Dampfbahnstrecke zwischen Sumiswald und Huttwil gesperrt. Jetzt ist klar: Daran ändert sich vorerst nichts. Noch im April zeigten sich die Verantwortlichen der Dampfbahn Bern gegenüber dieser Zeitung zuversichtlich, dass die Loks schon im Herbst wieder durchs Emmental und den Oberaargau dampfen würden. Nun zeichnet sich ab, dass die Emmentalbahn frühestens Anfang 2013 wieder Fahrt aufnehmen kann. Das bedeutet auch, dass die geplanten Fahrten während des Slow-up am 9. September ins Wasser fallen.

Komplizierter als gedacht

Was ist passiert? Es habe sich herausgestellt, dass der Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der Strecke zu ambitioniert gewesen sei, sagt Simon Weiss, Präsident der Dampfbahn Bern. Konkret geht es darum, dass die Genossenschaft Museumsbahn Emmental von der BLS die Konzession für die Strecke zwischen Sumiswald und Huttwil übernehmen möchte. Die Genossenschaft besteht aus der Dampfbahn Bern, dem Verein historische Eisenbahn Emmental und den Dampflokfreunden Langenthal. «Es ist komplizierter als erwartet, eine einzelne Teilstrecke aus dem ganzen Netz herauszulösen», sagt Weiss. Deshalb zögen sich die Verhandlungen in die Länge. Weiss ist es jedoch wichtig, zu betonen: «Unstimmigkeiten zwischen der BLS und uns gibt es keine. Wir ziehen am selben Strick und sind uns einig.» Der Präsident hofft nun, dass die Verantwortung für die erwähnte Teilstrecke noch dieses Jahr an die Genossenschaft übergeht, sodass nächstes Jahr die Bahnnostalgiker wieder auf ihre Kosten kommen.

Für den nicht ganz billigen Unterhalt der Bahnstrecke hat die Genossenschaft Museumsbahn Emmental bereits eine Lösung gefunden: Geplant ist, dass Gleisbaufirmen die Strecke als Übungsanlage nutzen und sie mit ihren Lehrlingen in Schuss halten. Entsprechende Vorverträge sind laut Simon Weiss unterschrieben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.08.2012, 12:14 Uhr

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