Burgdorf

Die Baufachleute können jetzt ans Werk

BurgdorfIn wenigen Wochen fahren in der Willestrasse im Neumattquartier in Burgdorf die Baumaschinen auf. Der Stadtrat hat dem 671000 Franken teuren Sanierungsprojekt zugestimmt. Ein über Jahre diskutiertes Geschäft kommt nun doch noch zum Abschluss.

Mit der Sanierung der Willestrasse sollen gleich mehrere bestehende Negativa eliminiert werden: Der Strassenbelag wird neu gemacht, die Übersicht für die Verkehrsteilnehmer verbessert, die Werkleitungen der Localnet AG saniert und das Trottoir auf mindestens 2 Meter verbreitert.

Mit der Sanierung der Willestrasse sollen gleich mehrere bestehende Negativa eliminiert werden: Der Strassenbelag wird neu gemacht, die Übersicht für die Verkehrsteilnehmer verbessert, die Werkleitungen der Localnet AG saniert und das Trottoir auf mindestens 2 Meter verbreitert. Bild: Thomas Peter

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Die Willestrasse im Burgdorfer Neumattquartier ist seit nunmehr bald zehn Jahren sanierungsbedürftig. Darin waren sich die Burgdorfer Baudirektion und die Anwohner stets einig. Etwas auseinander gingen die Meinungen bei der Frage, auf welche Art die Sanierung ausgeführt werden solle.

62 Parteien beteiligten sich im Jahr 2007 an einer öffentlichen Mitwirkung. 42 Anwohner sprachen sich dabei für eine Minimalvariante aus. An den bestehenden Verhältnissen soll möglichst wenig geändert werden. Konkret: ein neuer Strassenbelag und zur Beruhigung des Verkehrs kleinere Verengungsmassnahmen.

Hinter diese Variante stellte sich im Sommer 2008 auch der Gemeinderat, doch als Folge der Sanierungsstrategie III wurde das Bauprojekt auf die Jahre 2014 bis 2016 verschoben. Im Dezember 2013 stimmte der Gemeinderat dem Kredit für das Vor- und Bauprojekt Willestrasse zu. Mit dem Ja des Stadtrates zur 671'000 Franken teuren Strassensanierung steht dieser jetzt nichts mehr im Weg.

Kritik von BDP und SVP

Allerdings: Das Bauprojekt geriet am letzten Montag im Stadtrat unter heftigen Beschuss der Bürgerlichen und stand letztlich gar auf Messers Schneide. Der Gemeinderat und Chef des Ressorts Tiefbau und Werkbetriebe Hugo Kummer (SVP) musste sich dabei mächtig ins Zeug legen, um genügend Befürworter des Projektes um sich scharen zu können.

BDP-Sprecher Rolf Ingold hatte nämlich zu Beginn der Debatte klar gemacht, dass seine Fraktion dem Kredit nicht zustimmen werde. Die Willestrasse sei, «ob wir das wollen oder nicht», eine Durchgangsstrasse. Deshalb würde es sich lohnen, einen Moment zu warten und auch die Situation der Velofahrer miteinzubeziehen. Kummer hatte zuvor jedoch betont, dass der Veloweg mit diesem Projekt nichts zu tun habe.

Fragen und Aufklärung

Namens der SP-Fraktion lobte Dieter Haller die frühzeitige Information der Quartierbevölkerung durch die Stadtbehörde und stellte sich hinter das Sanierungsprojekt. Nicht so Nadja Pieren (SVP): «Ich bin gegen die Sanierung.» Sie geisselte die Burgdorfer Verkehrspolitik, die immer wieder darauf abziele, einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern «ans Bein zu ginggen». In der Stadt gebe es nicht nur Velofahrer, sondern auch Fussgänger und den motorisierten Verkehr. Sie sei enttäuscht, betonte Pieren, dass der Gemeinderat keine Alternative zu diesem Projekt präsentiert habe.

Hermann Dür (FDP) wusste nach der Diskussion nicht so recht, was das Stadtparlament denn nun beschliessen könne. SP-Stadtrat Stefan Berger beseitigte die Unsicherheit: Der Sanierungskredit könne gutgeheissen oder abgelehnt werden. Doch die bürgerlichen Kritiker verlangten eine kurze Auszeit, die Stadtratspräsident Bruno Rosser (SVP) gewährte. Nach fünf Minuten schienen die Meinungen gemacht und das Abstimmungsverhalten klar zu sein.

Gemeinderat Hugo Kummer wandte sich vor der Abstimmung noch einmal an die bürgerliche Ratsseite: «Ihr könnt das Geschäft ablehnen, aber dann kommt es letztlich viel teurer.» Der Strassenbelag sei stark beschädigt, eine Totalsanierung deshalb dringlich. Zudem müssten verschiedene Werkleitungen ersetzt werden. Die Fahrbahn wird 5,5 Meter breit und das Trottoir minimal 2 Meter.

Letztlich wurde die Abstimmung für Kummer doch nicht zur Zitterpartie: 20 Stadträte votierten für die Sanierung der Willestrasse, 15 stimmten Nein, und 2 enthielten sich der Stimme.

Arbeiten 2016 fertiggestellt

Im März oder im April soll die Sanierung beginnen. Damit könnten die Hauptarbeiten noch in diesem Jahr ausgeführt werden. 2016 werden die Deckbeläge eingebaut und die Gärtnerarbeiten ausgeführt. Am Tempo 30 wird sich auch nach der Sanierung nichts ändern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.02.2015, 07:42 Uhr

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