Rütschelen

Der Bach hat sein Bett zurück

RütschelenEin Kleinod für Spaziergänger, ein Paradies für Tiere: Der Schwerzenbach bei Rütschelen wurde renaturiert und aufgewertet.

Friedlich plätschert er im neuen Bett: der Schwerzenbach.

Friedlich plätschert er im neuen Bett: der Schwerzenbach. Bild: zvg

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Von Rütschelen in Richtung Bleienbach fliesst der Schwerzenbach. Ein Gewässer, das sich bisher in einer künstlich angelegten Hochlage befunden hatte. Aufgrund des geringen Gefälles und der starken Besonnung verkrautete und versandete er rasch. Bei Hochwasser war die Gerinnekapazität zu klein, sodass es zu grösseren Überflutungen des Ackerlandes kommen konnte. Damit ist nun Schluss. Auf einer Länge von 280 Metern wurde das Gewässer in den letzten Monaten verlegt und renaturiert. Entstanden ist ein wahres Kleinod.

Lob von Samuel Kaderli

«Der Schwerzenbach wurde ökologisch enorm aufgewertet», freute sich Fischereiinspektor Samuel Kaderli kürzlich an der Einweihungsfeier. Behördenvertreter, Landeigentümer und Unternehmer waren eingeladen. Unter ihnen Gemeindepräsident Franz Uebersax. Er ist überzeugt, dass sich die Umgestaltung nachhaltig positiv auswirken werde. Vor allem seien jetzt keine Kulturschäden mehr zu befürchten. «Ausserdem ist der Bach eine echte Augenweide geworden.»

Ein Gemeinschaftswerk

An die Hand genommen wurde die Renaturierung von der Gemeinde, vom kantonalen Tiefbauamt und von Fischereiaufseher Samuel Kaderli. Stark mit einbezogen wurden die betroffenen Landeigentümer. Ziel der Sanierung: Der Schwerzenbach sollte seinen ursprünglichen Lauf zurückerhalten. Der gesamte Uferbereich wurde naturnah gestaltet, ein kurzes eingedoltes Stück wieder freigelegt. Das Längenprofil ist fischgängig angelegt, die Bachstrecke wurde mit standortheimischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt.

Kanton und Bund zahlen

Der Kanton sicherte der Gemeinde einen Beitrag von 60 Prozent der Gesamtkosten zu (inklusive Bundesanteil von 35 Prozent). Der Renaturierungsfonds des Fischereiinspektorats versprach, 30 Prozent der Restkosten zu übernehmen. (rza/ste/BZ)

Erstellt: 25.05.2010, 09:28 Uhr

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