Burgdorf

Das bietet die Burgdorf-App

BurgdorfAbfallkalender, Wanderrouten oder Restauranttipps: Die Stadt Burgdorf hat eine App lanciert. Wir haben sie einem Test unterzogen.

Ende letztes Jahr ist die App zu Burgdorf veröffentlicht worden.

Ende letztes Jahr ist die App zu Burgdorf veröffentlicht worden. Bild: Screenshot

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Wo finde ich in Burgdorf ein Restaurant mit asiatischer Küche? Wann wird mein Grüngut ab­geholt? Und wie heisst schon ­wieder der Baudirektor? Auf diese in manchen Situationen existenziellen Fragen liefert die neue App der Stadt Burgdorf Antworten.

Am 20. Dezember wurde Burgdorf 2.0 geboren. Fast wäre es ein Weihnachtskind geworden. Höchste Zeit also, die App zu testen. Und sie überzeugt, so viel sei vorweggenommen. Übersichtlich kommt schon die Startseite daher: klarer Aufbau, sinnvolle Kategorien, optisch gut aufbereitet mit Piktogrammen.

Einige Inhalte widerspiegeln die städ­tische Website. So etwa der Ver­anstaltungskalender oder die Übersicht der Direktionen. Nur sind die Inhalte in der App viel schneller auffindbar. Ist das Menü der Website mit an der Zahl 173 Unterpunkten doch recht umfangreich.

Andere Inhalte wurden frisch aufbereitet. Beispielsweise Beiträge zu den Sehenswürdigkeiten. Schliesslich soll die App auch Touristen dienen, wie das Stadtmarketing schreibt. Vorerst wohl nur jenen aus dem deutschen Sprachraum, eine englische Version findet sich noch nicht.

Entdecken und Erleben heisst die Kategorie mit den Sehenswürdigkeiten: Der Stadtpark, das Museum Franz Gertsch oder das Schloss sind hier zu finden. Nicht unbedingt Geheimtipps, dafür mit nützlichen Infos wie der Entfernung vom aktuellen Standort oder der dortigen Wetterlage hinterlegt.

Für die sportlicheren Nutzer schlägt die App Wanderrouten und Biketouren vor. Angaben zur Dauer, zum Höhenprofil, zum Start- und Endpunkt sind durchaus dienlich. Die Tourenmerkmale, bewertet mit ein bis fünf Sternen, erschliessen sich der Testerin aber auch auf den zweiten Blick nicht. Hart, schwer und schön sind die Merkmale. Worin genau besteht der Unterschied zwischen hart und schwer? Ist denn eine Wanderung durch die Altstadt und über die Gysnauflüe wegen der vielen Höhenmeter nicht eher hart als schwer? Und weshalb verdient selbige Route in Sachen Schönheit nur einen Stern?

Wer sich mit Bewertungen nicht einverstanden zeigt, kann jedoch mit wenigen Klicks seinen eigenen Senf dazugeben und Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder eben Wanderrouten mit Sternen versehen.

Mehr den Einheimischen dient hingegen der Abfallkalender. Grüngut, Hauskehricht, Häckseldienst, Karton und Papier: Für jeden Entsorgungsdienst finden sich die nächsten drei Termine sofort. Und sie können sogleich in den eigenen Kalender übertragen werden. Die besonders Vergesslichen können sich gar per Pushnachricht an die Abfuhr erinnern lassen. Nun müsste die App nur noch erkennen, wer beim letzten Mal den Müll runtergebracht hat. Ein inte­grierter Ämtliplan könnte wohl so manchen Ehestreit verhindern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.01.2018, 15:57 Uhr

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