Burgdorf

Das Emmental wird beben

Burgdorf5000 junge Musikerinnen und Musiker werden Burgdorf in einem Jahr in die Musikhauptstadt der Schweiz verwandeln. Nun sind die ­ersten Details bekannt.

Ein Jahr vor dem Jugendmusikfest haben sie gut lachen: Die Mitglieder des Organisationskomitees haben noch viel Arbeit vor sich.

Ein Jahr vor dem Jugendmusikfest haben sie gut lachen: Die Mitglieder des Organisationskomitees haben noch viel Arbeit vor sich. Bild: Thomas Peter

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In genau einem Jahr werden melodische Klänge die Stadt in ihren Bann ziehen. Jugendmusiker aus der ganzen Schweiz spielen, blasen, streichen, marschieren und trommeln während eines Wochenendes um die Wette. Burgdorf wird in diesen zwei Tagen Plattform und Schauplatz für die Zukunft der Schweizer Musikgesellschaften sein.

Ausserordentliches Fest

In einem fünfjährigen Turnus wird das Jugendmusikfest stets in einer anderen Stadt ausgetragen. Das letzte war 2013 in Zug, fünf Jahre zuvor war man in Solothurn zu Gast. Nach dieser Regel hätte das Fest 2018 stattfinden sollen.

Armin Bachmann, Vizepräsident des Organisationskomitees und Leiter der Musikschule Region Burgdorf, erklärt: «Der Schweizer Jugendmusikverband war im Jahr 2017 immer noch auf der Suche nach einem Austragungsort für das nächste Fest, als ich Burgdorf als Option anbot.» Jedoch sei ein Jahr einfach zu wenig gewesen, um ein Fest dieses Ausmasses zu organisieren. «Wir rechnen mit 10 000 Besuchern pro Tag, mindestens, sagt Hannes Fankhauser, Geschäftsführer des OK.

Übers ganze Wochenende verteilt werden Wettbewerbe stattfinden, an denen in den verschiedenen Alterskategorien Schweizer-Meister-Titel zu gewinnen sind. Nebst dem kompetitiven Aspekt stehen aber auch die Geselligkeit und das Feiern der Musik im Zentrum. Die Orchester, Ensembles, Tambourenformationen und Brassbands können sich von wettbewerbsfreien Jurys bewerten lassen und werden in der ganzen Stadt den Zuschauern auf Open-Air-Bühnen Ständchen zum Besten geben.

Zudem wird am Samstagabend im Festzelt auf der Schützenmatte eine grosse Party steigen. «Selbstverständlich im jugendfreien Rahmen», fügt Bachmann augenzwinkernd an. Auf den diversen Bühnen treten verschiedene eingeladene Bands auf, die für die Unterhaltung der Musikerinnen und Musiker sowie der Gäste sorgen werden. Zusätzlich zu den ­renommierten Bands, die am Abend auftreten, wird eine glückliche Kleinformation per Videocontest auserkoren, die dann einen 40-minütigen Auftritt auf einer der Bühnen spielen darf.

Unter dem Namen #burgdorf19 wird dieser Event statt­finden. Das Hashtag (oder Gartenhag) sei mit seiner doppelten Bedeutung der perfekte Link zwischen Musik und Jugend. Einerseits bedeute es in der Musik, dass eine Note höher gespielt werden müsse, lasse Klänge heller, schillernder, jubilierender erscheinen. Andererseits spreche es die Jugend an mit seiner Bedeutung in den sozialen Medien.

Ein Fest für die Jugend, organisiert von gestandenen Profimusikern wie Bachmann, der OK-Präsidentin, FDP-Nationalrätin und Cellistin Christa Markwalder und so vie­len mehr, die ihr Leben lang mit Musik in Berührung waren. «Wir ­Alten sind verpflichtet, den Jungen etwas zurückzugeben», sagt Bachmann. Dieser Meinung ist auch Markwalder.

Normalerweise wird dieser Anlass von einer Jugendmusikgesellschaft durchgeführt; da sich niemand bereit erklärte, das Fest durchzuführen, habe man einen Trägerverein gegründet, den sie jetzt präsidiere. «Es wird immer schwerer werden, Vereine zu finden, die Anlässe von einem derartigen Ausmass durchführen können.»

Bekanntheitsgrad steigern

Eine, bei der nicht nur die Musik im Vordergrund steht, ist Isabelle Simisterra. Sie ist die Leiterin von Emmental Tourismus und im OK für das Ressort Kommunikation zuständig. «Dieser Event ist eine grosse Chance, nicht nur für Burgdorf, sondern für das ganze Emmental als Tourismusdestination», sagt sie.

Bei einem solchen Fest seien von Jung bis Alt Vertreter jeder Zielgruppe von Emmental Tourismus an einem Ort versammelt. Man wolle mit Ständen und Wettbewerben auf dem Festgelände die Neugier der Menschen auf das Emmental wecken. Dieses habe nämlich in Sachen Tourismus noch grosses Potenzial. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 21.09.2018, 17:58 Uhr

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