Trub

Das Bier von hier, aus und für die Region

TrubZwei kleine Bierbrauereien wollen im Emmental und im Entlebuch die lokale Bierszene aufmischen. Am Samstag wurde das «Truber 56»-Bier vorgestellt.

Gregor Felder (am rechten Bildrand) von der Entlebucher Brauerei bedient durstige Biertrinker am Schaubrauen in Trub.

Gregor Felder (am rechten Bildrand) von der Entlebucher Brauerei bedient durstige Biertrinker am Schaubrauen in Trub. Bild: Walter Pfäffli

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Bier sei mehr als nur ein Getränk gegen den Durst. Bier biete unendlich viele verschiedene Geschmacksfeinheiten beim Trinken. Und wenn das Bier dazu noch aus der näheren Umgebung, dem Emmental oder dem Entlebuch, stamme, mache es das Ganze noch spannender, erzählt Patrick Rettenmund, Wirt vom Landgasthof Sternen in Trub.

600 Liter gebraut

Zusammen mit der Kleinbrauerei Entlebucher Bier und der Mikrobrauerei «Mein Emmental» aus Langnau stellt der Sternen-Wirt mit einem Schaubrauen das «Truber 56»-Bier vor. Die Zahl 56 steht stellvertretend für die Postleitzahl von Trub. Bereits im Vorfeld wurden 600 Liter vom «Truber 56» gebraut, welche jetzt im Sternen ausgeschenkt werden. Beim Schaubrauen vor dem historischen Spycher werden den Bierliebhabern im Weiteren die Bierspezialitäten der beiden Brauereien schmackhaft gemacht.

Rettenmund ist ein Fan von kleinen Bierbrauereien und deren Produkten, er hat in seinem Betrieb stets den einen oder anderen Zapfhahn für regionale Biere reserviert. «Das ‹fägt› und macht Spass», schwärmt er. Zudem seien der Kontakt und die Beziehung mit den Leuten von den Kleinbrauereien viel persönlicher.

Kein Einheitsbrei

Beide Brauereien sind klein, ha-ben aber eigentlich das gleiche Ziel und erledigen ihre Arbeit noch grösstenteils in der Freizeit. Sowohl die Kleinbrauerei Entlebuch aus dem gleichnamigen Ort als auch die Mikrobrauerei «Mein Emmental» mit Standort Langnau wollen ein Bier aus und für die Region fabrizieren. Ein spezielles Bier, anders als der Einheitsbrei der Grosskonzerne. «Wir wollen ein Naturbier mit Produkten aus der Region herstellen», erklärt der 33-jährige Gregor Felder von der Entlebucher Brauerei.

Narrenfreiheit haben

Ähnlich tönts bei Eveline Locher von der Kleinstbrauerei «Mein Emmental». Die Möglichkeiten, unterschiedliche Biere zu brauen, seien fast unbegrenzt. «Wir wollen ein spezielles Angebot im Sektor Bier bieten und unsere Narrenfreiheit behalten», erklärt die 45-jährige Brauerin.

Zusammen mit ihrem Mann Stephan hat sie die Vision, dereinst ein echtes Emmentaler Bier von A bis Z, mit lauter Naturprodukten aus der Region, zu brauen. Man habe beispielsweise vor, mit eigener Braugerste zu experimentieren. Erfolg oder Misserfolg hänge hier allerdings vom Wetter ab. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.04.2013, 18:17 Uhr

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