31-jähriger Mann bei Brand schwer verletzt

Herzogenbuchsee

Um 3 Uhr früh heulten die Sirenen: An der Fabrikstrasse, mitten in Herzogenbuchsee, stand eine Wohnung in Vollbrand. Deren Mieter erlitt schwere Verbrennungen und musste in ein Spital geflogen werden.

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Wenige Minuten nach 3 Uhr ging in der Nacht auf Montag die Meldung bei der Polizei ein, dann trafen auch schon die ersten Feuerwehrleute an der Fabrikstrasse ein. Da züngelten die Flammen bereits aus dem Fenster der Wohnung von Haus Nummer 9 und arbeiteten sich von da aufs Dach hinauf. Es galt, schnell zu handeln. «Wir hatten die ganze Wehr auf Platz mit etwas über 60 Leuten», sagt Thomas Eggimann, Kommandant der Feuerwehr Buchsi-Oenz. Seite an Seite mit weiteren 30 Mitgliedern der Feuerwehren Langenthal und Goldisberg, die mit einer zweiten Autodrehleiter respektive Atemschutzträgern anrückten, brachten sie das Feuer im Dorfzentrum von Herzogenbuchsee nach rund 1 Stunden grösstenteils unter Kontrolle.

Es war nicht nur ein Kampf gegen das Feuer, das auf die anderen beiden Hausteile des Gebäudes mit drei Eingängen überzugreifen drohte. Der 31-jährige Mieter der Wohnung unter dem Dach konnte sich selbstständig aus der Wohnung retten, erlitt aber schwere Brandverletzungen und musste von der Rega in ein Spital geflogen werden, wie die Kantonspolizei gestern mitteilte. Zu seinem Gesundheitszustand konnte sie gestern Abend keine näheren Angaben machen. Zur Kontrolle ins Spital gebracht wurde auch eine andere Mieterin, die mit 22 weiteren Personen aus den drei Hausteilen durch die Treppenhäuser evakuiert worden war, weil sich der Brand schnell ausbreitete. «Es war sehr eng», sagt Thomas Eggimann rückblickend.

Vier Wohnungen beschädigt

Von den Evakuierten konnten gestern noch fünf in ihren Wohnungen in den vordersten Hausteil zurückkehren. Weitere zwölf kamen laut Gemeindeverwalter Rolf Habegger bei Verwandten oder Bekannten unter. Die Gemeinde unterstützte sie bei der Suche nach einer Unterkunft. «Für sechs Personen liess sich in Zusammenarbeit mit der Vermieterin eine andere Lösung finden», so Habegger, der nachts vor Ort war. Die Betroffenen hätten sich «in einem guten Zustand» befunden und die Situation «relativ gefasst» hingenommen, sagt der Verwalter. Ein Careteam hat sich ihrer angenommen.

Das Gebäude gehört der Previs-Personalvorsorgestiftung in Bern. Roger Müller, Leiter Immobilien bei Previs, geht davon aus, dass vier Wohnungen im dritten Stockwerk während mehrerer Wochen nicht bewohnt werden können. Warum der Brand ausbrach, ist unklar. Die Kantonspolizei hat Ermittlungen eingeleitet. Die Fabrikstrasse blieb gestern während Stunden gesperrt; die Feuerwehren hielten diese Nacht Brandwache.

cd/hrh/Berner Zeitung

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