Burgdorf

17 Nationen auf einem Spielfeld

BurgdorfDen diesjährigen Preis für soziales Engagement erhielten gleich zwei Fussballklubs: der Sportclub Burgdorf sowie der FC Blau-Weiss Oberburg.

Die Preisübergabe: Werner Weber, Präsident Sozialkommission, Juan Carlos Gonzalez, FC Blau-Weiss, Charlotte  Gübeli, Alina Krebs, Sozialdirektion, und Urs Gnehm, SC Burgdorf (von links), mit den Junioren.

Die Preisübergabe: Werner Weber, Präsident Sozialkommission, Juan Carlos Gonzalez, FC Blau-Weiss, Charlotte Gübeli, Alina Krebs, Sozialdirektion, und Urs Gnehm, SC Burgdorf (von links), mit den Junioren. Bild: Andreas Marbot

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«Ihr seid die Helden von morgen», sagte Werner Weber, Präsident der Sozialkommission Burgdorf, zu den zwölf Kickern in ihren gelb-schwarzen Trainingsanzügen. Die neunjährigen Jungs waren Teil der kleinen Feier im Stadthaus Burgdorf anlässlich der Verleihung des Preises für soziales Engagement.

Mit diesem zeichnet die Stadt Burgdorf ausserordent­liche Leistungen und innovative Projekte aus, die sich für die Integration von Minderheiten einsetzen. Dieses Jahr kommen mit dem FC Blau-Weiss Oberburg und dem SC Burgdorf gleich zwei Vereine in den Genuss des insgesamt mit 8000 Franken dotierten Preises.

Wertvolle Arbeit geleistet

Die Stadt Burgdorf anerkenne damit die wertvollen Integrationsleistungen, welche die beiden Sportklubs nebst der Sport- und Nachwuchsförderung erbringen würden. Mit diesen lobenden Worten richtete sich Charlotte Gübeli, Gemeinderätin für Soziales, an die Preisträger.

Gleichzeitig lobte sie auch die Sozialkommission, die sich für diese Wahl entschieden hat. Stellvertretend für die Vereine nahmen der Präsident vom FC Blau-Weiss Oberburg, Juan Carlos Gonzales, sowie Urs Gnehm vom Vorstand des SC Burgdorf den Preis entgegen.

Vom gelebten Sportler-Teamgeist, der Toleranz und dem gegenseitigen Respektieren, so Gübeli weiter, könnten viele Politiker lernen. «Me first» stehe bei der ehrenamtlichen Tätigkeit der Sportklubs definitiv nicht im Vordergrund.

Seit nunmehr zwanzig Jahren integriert der Oberburger Fussballklub in seinem Verein Jugendliche ab 16 Jahren mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung. Die meisten würden aus dem Schulungs- und Arbeitszentrum für Behinderte Burgdorf oder dem Bildungs- und sozial­pädagogischen Zentrum Lerchenbühl kommen, veranschaulichte Gonzales. Dabei haben sie die gleichen Rechte und Pflichten wie die anderen Mitglieder. Bei speziell organisierten Anlässen spielen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen.

Mehr als 200 Junioren

Daneben fördert der Oberburger Verein über 200 Junioren. Darunter viele Mädchen. Bei der Nachwuchsförderung und auch sonst lege der SC Burgdorf grossen Wert auf die Integration, unterstrich der Spielkommissionspräsident Andreas Huber. Nicht weniger als Fussballbegeisterte aus 17 Nationen seien aktuell Teil des aktiven Vereins.

Der Klub mit insgesamt 600 Aktiv-und Passivmitgliedern sei in der Emmestadt ein wichtiger Player für die erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dass dabei gleich die Sprache spielerisch gelernt werde, sei ein weiterer positiver Faktor, so ­Huber. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.11.2017, 18:14 Uhr

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