10. Burgdorfer Krimitage locken mit Staraufgebot

Hakan Nesser, Arne Dahl, Martin Walker, Petros Markaris und Emil Steinberger gehören zu den Autoren, die im Herbst an den Burgdorfer Krimitagen auftreten werden.

Der Schwedische Starautor Hakan Nesser wird an den 10. Burgdorfer Krimitage teilnehmen.

Der Schwedische Starautor Hakan Nesser wird an den 10. Burgdorfer Krimitage teilnehmen. Bild: zvg

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Dieses Jahr feiern die Krimitage ihr zehnjähriges Bestehen. Neben international Starautoren wie Hakan Nesser, Arne Dahl und Martin Walker sind auch Schweizer Schriftsteller anwesend. So zum Beispiel Emil Steinberger (»wahre Lügengeschichten») und Roger Graf («Philip Maloney»). Das gab das Organisationskomitee am Montag in Burgdorf vor den Medien bekannt.

Besonderheiten des diesjährigen Programms sind eine szenische Lesung des C.A.- Loosli-Romans «Die Schattmattbauern» in jenem Gerichtssaal, in dem der Berner Schriftsteller die Gerichtsverhandlung seiner Hauptfigur Fritz Grädel ansiedelte. Es ist der Schwurgerichtssaal des Schlosses Burgdorf.

Zudem kommt der ghanaisch-britische Autor Nii Parkes. Der griechische Autor Petros Markaris wirft zusammen mit dem Journalisten Werner van Gent Blicke auf die aktuelle «griechische Tragödie».

Kulturfestival mit 70 Programmpunkten

Wie in den Vorjahren verstehen sich die Burgdorfer Krimitage als Kulturfestival mit rund 70 Programmpunkten ganz verschiedener Art. Ausser Lesungen werden auch Theater- und Filmvorführungen, Comedy, Konzerte und Vorträge angeboten. Es sind so viele Programmpunkte wie noch nie.

Im früheren Gefängnis von Schloss Burgdorf inszeniert Ausstellungsmacher Beat Gugger den Schrecken und die Faszination des Gefängnisses. Bei den Vorträgen geht es um aktuelle kriminalistische Fragen wie etwa, ob die DNA-Technik ein Segen oder Fluch ist.

Auch einheimisches Schaffen

Programmchefin Elisabeth Zäch sagte, wie immer setze das OK auch auf heimisches Schaffen - ohne lokale Verwurzelung funktioniere ein solches Festival nicht. Aus bernischer Sicht interessant werden dürfte etwa die Lesung von Jürg Mosimann.

Der frühere «Blick»-Reporter und Mediensprecher der Berner Kantonspolizei liest an den Krimitagen aus seinem ersten «Realo- Krimi» mit dem Namen «Sterne des Wahnsinns. Wüthrich ermittelt».

Zäch umschrieb das Programm der Jubiläumsausgabe als Mix zwischen Highlights der vergangenen 18 Jahre mit Neuerscheinungen und Aktuellem. 1994 fiel der Startschuss zu den alle zwei Jahre stattfindenden Krimitagen.

«Ganz grosses Markenzeichen» Burgdorfs

Programmchefin Zäch ist auch Stadtpräsidentin von Burgdorf. Als solche sagte sie am Montag vor den Medien zum Jubiläum, das OK habe es geschafft, die Krimitage zu einem «ganz grossen Markenzeichen» der Emmestadt zu machen. «Ihr habt Stadt- und Kulturgeschichte geschrieben», sagte sie zu den Mitorganisatoren.

Die Burgdorfer Krimitage begannen 1994 mit einem Budget von 36'000 Franken, heute sind es eine Viertelmillion. Mehr als 100 freiwillige Helferinnen und Helfer ermöglichen seine Durchführung. Getragen wird das Festival von einem Verein mit 500 Mitgliedern.

//www.krimitage.ch (mer/sda)

Erstellt: 03.09.2012, 16:31 Uhr

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