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Weltanschaulicher Schlungg im Sägemehl

Schwingen ist wie die beste Schweiz. Weil der urchige Kampfsport – besonders am «Eidgenössischen» – zelebriert wird als bodenständige Gegenwelt zur globalisierten, virtuellen, hektischen Realität.

Kraft, Dynamik, Beharrungsvermögen – das ist Schwingen: Kilian Wengers rockstarmässig elastische Jubelpose...
Kraft, Dynamik, Beharrungsvermögen – das ist Schwingen: Kilian Wengers rockstarmässig elastische Jubelpose...
Andreas Blatter
... das gnadenlose Duellder Nackenmuskulatur im Sägemehl...
... das gnadenlose Duellder Nackenmuskulatur im Sägemehl...
Andreas Blatter
...und die epische Gelassenheit des Jodelchors.
...und die epische Gelassenheit des Jodelchors.
Andreas Blatter
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Rücklings stürzt der angreifende Schwinger Richtung Sägemehl, im letzten Moment aber, mit einem explosiven Ruck die Energie der eigenen Fallgeschwindigkeit ausnützend, dreht er den Gegner auf den Rücken. Das ist der Schlungg, einer der riskanten Schwünge, weil man leicht selber auf dem Rücken landet. Aber einer der durchtriebenen, weil mit ihm körperlich unterlegene Schwinger übermächtige Gegner aufs Kreuz legen können. Der Schlungg ist der Schwung der Kleinen, Beschlagenen, Unbeirrbaren.

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