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Viele Kühe, grosse Einbussen

Die Agrarbeschlüsse, die der Nationalrat letzte Woche gefällt hat, treffen die Emmentaler Bauern besonders hart. Der Verein Landwirtschaft Emmental rechnet mit einem Rückgang der Direktzahlungen von 20 bis 25 Prozent.

Im Emmental finden die Kühe besonders saftige Wiesen. Deshalb gibt es hier mehr Tiere pro Fläche als in jedem andern Gebiet des Kantons.
Im Emmental finden die Kühe besonders saftige Wiesen. Deshalb gibt es hier mehr Tiere pro Fläche als in jedem andern Gebiet des Kantons.
Hans Wüthrich

«Jetzt ist der Worst Case eingetreten», stellt Heinz Kämpfer fest. Er ist Präsident der Emmentaler Sektion der Bauernorganisation Lobag, also des Vereins Landwirtschaft Emmental. Kämpfer spürt, dass sich unter den Mitgliedern «eine gewisse Resignation» breitmache. Anlass dazu gab der Nationalrat letzte Woche. Er will die Agrarpolitik für die Jahre 2014–2017 in eine Richtung lenken, bei der die Emmentaler Bauern besonders stark unter Druck kommen werden, wie Kämpfer befürchtet. Sein Verein habe im Vorfeld der Agrardebatte ausgerechnet, in welchem Umfang die Direktzahlungen im schlimmsten Fall zurückgehen könnten, und sei dabei auf 20 bis 25 Prozent gekommen. Der «schlimmste Fall» droht nun Wirklichkeit zu werden, wenn der Ständerat die Beschlüsse des Nationalrats nicht umstösst.

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