Unwetter: Luzern und Bern räumen gemeinsam auf

Die Juli-Unwetter haben an der Schrattenfluh im Emmental zu grossen Schäden in den Schutzwäldern geführt. Nun soll das Schadholz entfernt werden.

Auch an der Schrattenfluh hat das Unwetter vom Juli seine Spuren hinterlassen. 3000 Kubikmeter Schadholz müssen entfernt werden. (Archivbild)

Auch an der Schrattenfluh hat das Unwetter vom Juli seine Spuren hinterlassen. 3000 Kubikmeter Schadholz müssen entfernt werden. (Archivbild)

(Bild: Hans Wüthrich)

Unwetter haben im Juli an der Südwestflanke der Schrattenfluh im bernisch-luzernischen Grenzgebiet zu grossen Schäden in den Schutzwäldern geführt. Nun sollen knapp 3000 Kubikmeter Schadholz entfernt werden. Die Behörden wollen den Befall durch Borkenkäfer verhindern.

Die 23 betroffenen Waldeigentümer aus den Kantonen Luzern und Bern hätten sich auf eine gemeinsame Schadensbehebung geeinigt, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Mittwoch mit. Die Aufräumarbeiten begannen bereits und sollen bis zum Wintereinbruch vorangetrieben werden.

Starke Niederschläge hatten vergangenen am 24. Juli in der Region zahlreiche Murgänge und Rutsche ausgelöst. Neben Flussläufen, Kulturland und Liegenschaften wurde auch Schutzwälder beschädigt. Waldboden wurde wegen der riesigen Wassermengen weggespült und Baumwurzeln wurden freigelegt. Vor allem viele Fichten seien geschwächt, heisst es in der Mitteilung.

Kosten von rund 300'000 Franken

Das Schadengebiet liegt zu zwei Dritteln im Kanton Luzern und zu einem Drittel im Kanton Bern. Mit vier Seilbahnen sollen 2000 Kubikmeter Schadholz ins Tal transportiert werden. Für den Abtransport von weiteren 800 Kubikmetern kommt ein Helikopter zum Einsatz. Bei weit auseinanderliegenden Streuschäden würden Fichten im Wald gegen Käferbefall entrindet und liegen gelassen.

Die Schutzmassnahmen kosten gemäss Mitteilung rund 300'000 Franken. Die eine Hälfte übernehmen der Bund und die beiden Kantone, die andere Hälfte wird durch den Holzerlös gedeckt. Für die Waldeigentümer entstehen keine Kosten, wie es in der Mitteilung heisst.

tag/sda

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