Unwetter: Endlich Pause für die Einsatzkräfte

Schangnau

Die Notbrücke in Bumbach soll bis zum 1. August fertiggestellt werden. Über das Wochenende werden die Aufräumarbeiten in der Region Schangnau vorübergehend eingestellt.

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Nach den heftigen Unwettern im oberen Emmental hat sich die Lage soweit stabilisiert, dass die Einsatzkräfte übers verlängerte Wochenende eine Pause einlegen können. Am 1. August wird die von der Armee gebaute Notbrücke im Dorf Bumbach fertig sein.

Sie ersetzt die letzte Woche von der Flut weggerissene Roseggbrücke. Die Brücke soll im Laufe des Freitags für den Verkehr geöffnet werden, sagte Urs Müller vom Führungsstab der Armee der Nachrichtenagentur sda am Donnerstag. Rund 60 Armeeangehörige hatten in den letzten Tagen rund um die Uhr an der Brücke gebaut.

Aufräumarbeiten vorübergehend eingestellt

Am Donnerstag standen nochmals rund 100 Zivilschutzangehörige in der Region Schangnau im Aufräum-Einsatz, wie der Führungsstab Emmental mitteilte. Vom 1. bis 3. August werden die Aufräum- und Instandstellungsarbeiten vorübergehend eingestellt. Ab kommendem Montag rücken neue Zivilschutzkräfte an.

Im Emmental wurden keine weiteren Schäden gemeldet, obwohl es in der Nacht auf Donnerstag nochmals intensiv geregnet hatte. Kurzzeitig sei die Emme in Eggiwil um 60 Zentimeter angeschwollen, sagte Georges Wüthrich, Sprecher des Führungsstabes Emmental. Passiert sei aber nichts. Sorgen bereiten den Verantwortlichen aber nach wie vor die durchnässten Böden, was zu Murgängen führen könnte.

Informationsabend in Bumbach

Die vom Unwetter betroffene Bevölkerung der Gemeinden Schangnau und Eggiwil war am Mittwochabend zu einem Informationsabend eingeladen worden. Laut Wüthrich nahmen rund 200 Personen daran teil. Sie konnten sich dabei von Behördenvertretern sowie Experten von Gebäudeversicherungen und Elementarschadenfonds beraten lassen.

An der Veranstaltung nahmen auch Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU) und die Berner Regierungspräsidentin Barbara Egger teil. Der höchste Schweizer, der im benachbarten Entlebuch wohnt, wollte damit seine Solidarität mit der Region bekunden.

lub/sda

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