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Unternehmer zahlt Löhne nicht

Die Gewerkschaft kritisiert Unternehmer Michael Brunner scharf: Er soll seinen Mitarbeitern die Löhne nicht bezahlt haben.

Michael Brunner hat Visionen: Der Langenthaler Unternehmer will das ehemalige Restaurant Kaltenherberge in Roggwil für knapp vier Millionen Franken kaufen. Auch in Bützberg plant er laut eigenen Angaben mit seiner Brunner Totalunternehmungen AG eine Millionenüberbauung. Geld dafür soll angeblich reichlich vorhanden sein. Kürzlich erklärte Brunner dieser Zeitung, er habe ein 30-Millionen-Darlehen von einem Scheich aus Saudiarabien erhalten.

«Löhne nicht bezahlt»

Doch davon haben seine Mitarbeiter offenbar wenig bis gar nichts gesehen: Denn jetzt nimmt die Unia-Sektion Oberaargau-Emmental den Langenthaler Unternehmer ins Visier. «Mehreren Mitarbeitern hat er die Löhne für den August noch nicht bezahlt», sagte gestern Nazmi Jakurti, Unia-Gewerkschaftssekretär und Rechtsberater. Einem Mitarbeiter schulde er sogar noch den Lohn für zweieinhalb Monate. Hinzu kommt: Laut Jakurti soll Brunner in der letzten Zeit mehrere Leute fristlos entlassen haben. Insgesamt haben sich fünf Brunner-Mitarbeiter bei der Gewerkschaft beschwert.

Mehr Details wollte Unia-Mann Jakurti allerdings noch nicht verraten. Die Gewerkschaft hat für kommenden Montag eine Medienkonferenz im Fall Brunner angekündigt.

Wo bleiben die Millionen?

Brunner selber war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Doch es scheint, als würde ihn seine Vergangenheit wieder einmal einholen. Erste Probleme fing sich Brunner mit dem Bau einer 2,5-Millionen-Villa im solothurnischen Recherswil ein. Und beim Bau des Sikh-Tempels in Langenthal überwarf sich der Unternehmer mit den Auftraggebern.

Erst kürzlich durchleuchtete diese Zeitung Brunners Betreibungsregister: Der Unternehmer hat Schulden von rund einer halben Million Franken. Zudem machte das Gerücht die Runde, Brunners Firma drohe der Konkurs. Gestern nun war zu hören, dass er immer noch auf das Darlehen aus Saudiarabien warte.

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