Überschwemmung: Zivilschutz und Spenden helfen

Schangnau

Mit der Übergabe der Notbrücke in Bumbach an die Gemeinde wurde am Freitag auch Danke gesagt. Die Zivilschutzeinsätze werden bis mindestens Ende September weiterlaufen.

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Etwas mehr als vierzehn Tage ist es her, dass am 24. Juli eine Wasserwalze einen Teil der Gemeinde Schangnau verwüstete. «Ich staune, was in diesen zwei Wochen alles gelaufen ist», sagte gestern Markus Grossenbacher. Der Regierungsstatthalter hatte in Bumbach die Einsatz- und Führungskräfte eingeladen, um Danke zu sagen. Die Örtlichkeit im Gebiet Rosegg war nicht zufällig gewählt: Dort steht die vom Militär erstellte Notbrücke. «Mit diesem Akt wird diese nun auch offiziell an die Gemeinde übergeben», sagte der Statthalter.

Grossenbacher dankte nicht nur den Verantwortlichen der Armee für ihre «sehr eindrückliche Leistung». Er lobte ebenso die Einsatzkräfte und Helfer der unterschiedlichsten Organisationen. «Die Koordination und das Zusammenspiel haben von Anfang an bestens funktioniert.» Ein Kränzchen wand der Statthalter auch den Betroffenen: «Sie haben Ruhe bewahrt und viel Verständnis gezeigt.»

Mindestens ein Jahr
Die von der Armee erstellte Roseggbrücke werde wohl im Minimum ein Jahr stehen bleiben. «Sie kommt erst weg, wenn eine neue Brücke gebaut ist», versicherte Grossenbacher. Erste Projektarbeiten seien bereits angelaufen. Und weiter: «Ich hoffe, dass das Neubauprojekt bis im kommenden März baureif ist.» Inzwischen haben die Armeeangehörigen auch zwei weggeschwemmte Fussgängerbrücken in Eggiwil wiedererrichtet.

Ein grosses Dankeschön richtete gestern ebenso Gemeindepräsident Ueli Gfeller an die Helfer. «Dank der grossen Hilfsbereitschaft haben wir uns sofort sicherer gefühlt.» Wie Hanspeter von Flüe, Vorsteher des kantonalen Amtes für Bevölkerungsschutz, Sport- und Militär, ausführte, wird der Zivilschutz in den vom Unwetter betroffenen Gebieten weitere Hilfe leisten. «Vorerst werden bis Ende September Kontingente von 50 bis 80 Leuten aus verschiedenen kantonalen Zivilschutzorganisationen im Einsatz stehen», sagte er. Das Bewältigen des Ereignisses habe einmal mehr gezeigt, dass die richtige Vorbereitung das Mass aller Dinge sei. «Auch in Zukunft wird es heissen: Üben, Üben, Üben, und zwar auf allen Ebenen», so Hanspeter von Flüe.

Allgegenwärtige Solidarität
Nach wie vor gross ist die Solidarität mit den Unwettergeschädigten. «Auf dem Spendenkonto sind bislang mehrere Hunderttausend Franken eingegangen», hielt Gemeindepräsident Ueli Gfeller gegenüber dieser Zeitung fest. So hat die Gemeinde Schangnau zum Beispiel auch ein anonymes Briefkuvert erhalten. Inhalt: 5000 Franken.

Berner Zeitung

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