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Thomas Rufener ist unbestritten

Der Stadtpräsident heisst ab 2013 für vier weitere Jahre Thomas Rufener. Diese Prognose Monate vor der Wahl ist nicht gewagt, denn Rufener hat voraussichtlich keine Gegenkandidaten.

Thomas Rufener (SVP) wird noch manche Rede als Langenthaler Stadtpräsident halten können. Voraussichtlich kandidiert im Herbst ausser ihm niemand für das Stadtpräsidium.
Thomas Rufener (SVP) wird noch manche Rede als Langenthaler Stadtpräsident halten können. Voraussichtlich kandidiert im Herbst ausser ihm niemand für das Stadtpräsidium.
Robert Grogg

Seit dem 1.Januar 2007 amtet Thomas Rufener (SVP) als Langenthaler Stadtpräsident. An der kürzlich abgehaltenen Nominationsversammlung der SVP Langenthal erklärte er: Er wolle seine bisherige Politik vier Jahre weiterführen. Er wurde fast wie selbstverständlich als Kandidat für das Amt des Stadtpräsidenten nominiert. Die Wahl findet wie auch jene für den Gemeinderat und den Stadtrat am 28.Oktober 2012 statt. Praktisch sicher ist: Rufener wird danach Stadtpräsident bleiben.

Diese Prognose ist keinesfalls provokativ, sondern einzig eine Folge davon, dass Rufener aller Voraussicht nach keine Gegenkandidaten haben wird. Dies zeigt eine Umfrage bei den übrigen Gemeinderatsparteien SP, EVP und FDP/JLL.

Die SP will nicht antreten

Aus dem Umfeld der Langenthaler Sozialdemokraten war kürzlich zu vernehmen, eine Kandidatur für das Stadtpräsidium sei kein Thema gewesen. Parteipräsident Stefan Ryser bestätigt: «Für uns kommt das nicht infrage.» Man müsse es sich gut überlegen, sich auf eine Konkurrenz mit Rufener einzulassen.

Der Grund ist klar: Rufener ist als Stadtpräsident praktisch unbestritten. Bei seiner Wahl 2006 erhielt er 57 Prozent der Stimmen – bei zwei Gegenkandidaten (Kurt Blatter und Paula Schaub). 2008 wurde er mit 77 Prozent der Stimmen bestätigt. Bereits vor vier Jahren trat niemand gegen Rufener zur Wahl um das Stadtpräsidium an. Zum Vergleich: Hans-Jürg Käser (FDP) erhielt 2004 bei seiner letzten Wahl zum Stadtpräsidenten knapp 70 Prozent der Stimmen (ebenfalls ohne Gegenkandidaten).

Rufener betonte mehrfach – auch an der SVP-Nominationsversammlung vergangene Woche –, er werde maximal zehn Jahre Stadtpräsident bleiben. Somit endet seine Zeit Ende 2016. Für die anderen Parteien wären die Wahlen diesen Herbst somit eine Gelegenheit, einen Kandidierenden für die übernächsten Wahlen in Stellung zu bringen. Das ist für SP-Präsident Ryser keine gute Idee. «Wenn wir dieses Jahr jemanden ins Rennen schicken, können wir diese Person in vier Jahren kaum mehr bringen.» Die SP wolle niemanden verheizen.

Allianz FDP-SVP

Auch die EVP spielte nicht mit dem Gedanken, gegen Rufener anzutreten. Die Verteidigung des bisherigen Gemeinderatssitzes stehe im Vordergrund, sagt Parteipräsident Daniel Steiner. Die EVP schliesse aber nicht aus, nach dem Rücktritt Rufeners einen Kandidierenden zu portieren. «Eine Kampfkandidatur gegen den amtierenden Stadtpräsidenten ist aussichtslos und birgt die Gefahr, einen Kandidierenden frühzeitig zu verheizen.» Zudem ist die EVP der Meinung, Rufener solle seine Arbeit fortsetzen, so Steiner. Er geniesse in der Bevölkerung grossen Rückhalt.

Parteipräsident Rudolf Lanz sagt, die FDP werde Rufener unterstützen. Der Freisinn habe vor Rufeners Wahl 2006 eine Allianz mit der SVP gebildet. «Diese wollen wir jetzt nicht konkurrenzieren», sagt Lanz. Wichtiger sei, im Gemeinderat die bürgerliche Mehrheit zu sichern (bisher vier Sitze). Erst recht keinen Sinn machen würde die Kandidatur eines Freisinnigen für das Stadtpräsidium, sollte nebst der SVP auch eine andere Partei antreten. «Mit zwei bürgerlichen Stapikandidaten würden wir bloss die Linken stärken», sagt Lanz. Allerdings werde die FDP in vier Jahren einen Kandidierenden für das Stadtpräsidium portieren. Dann hofft die FDP auf die Unterstützung der SVP.

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