Zum Hauptinhalt springen

Stille Begegnungen mit dem Tod

Früher hatte der Tod für Heidi Binggeli ein schreckliches Gesicht. Seit fünf Jahren begleitet die 63-jährige Betreuerin aus Gysenstein Menschen beim Sterben. In dieser Zeit konnte sie sich mit dem Unausweichlichen versöhnen.

Heidi Binggeli aus Gysenstein begleitet Menschen beim Sterben. Das hat ihr die Angst vor dem eigenen Tod genommen.
Heidi Binggeli aus Gysenstein begleitet Menschen beim Sterben. Das hat ihr die Angst vor dem eigenen Tod genommen.
Susanne Keller

«Ich glaube an eine Art grossen Plan:?Irgendeinmal ist unser Ührli einfach abgelaufen. Aber niemand ist bereit für den Tod. Die meisten haben Angst. Auch für mich hatte der Tod lange Zeit ein schreckliches Gesicht. Als Jugendliche habe ich meine verstorbene Tante im Sarg gesehen, ohne das mich jemand darauf vorbereitet hatte. Dieses Bild hat sich mir eingebrannt. In der 9. Klasse bin ich bei einem Velounfall beinahe ums Leben gekommen – auch das war ein prägendes Erlebnis. In unserer Kultur haben wir ein gestörtes Verhältnis zum Tod, er ist tabu. Wir sollten ihn wieder dorthin rücken, wo er hingehört: Ans Ende eines Lebens.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.